Die alternde Dogge – Erfahrungsaustausch
Diese Email erreichte uns heute:
“Wir besitzen seit 8 1/2 Jahren einen Deutschen Doggenrüden. Leider machen sich jetzt schon erste Anzeichen von Alterserscheinungen bemerkbar. Er kommt, nach einer Weile Ruhelage, sehr schlecht mit der Hinterbeinen hoch und es schmerzt. Auch nach einer Röntgenuntersuchung konnte man leider nichts erkennbares feststellen. Zur Zeit bekommt er Schmerzmittel. Wie ist es bei anderen Besitzern? Sind dies wirklich Anzeichen von Alterserscheinungen?”
Auch wir leben mit einer 8 1/2 jährigen Deutschen Doggenhündin, Lilli. Sie ist ebenfalls agil und liebt es immer noch zu springen. Und doch kann man die Augen nicht davor verschliessen: Nach längerem Liegen merkt man ihr an, daß sie ihren Körper erst wieder in Schwung bringen muß. Mit Spondylosis lebt sie schon seit vielen Jahren. Sie spielt immer noch mit anderen Hunden, allerdings mit einer Einschränkung. Das doggentypische gegenseitige Anspringen mit anderen Hunden fügt ihr Schmerz zu und muß unterbunden werden. Mäßige, gleichmäßige Bewegung erhält ihre Muskelkraft. Ansonsten wissen wir natürlich, daß sie so langsam eine alte Dame geworden ist.

Welche Erfahrungen haben Sie mit einer älter werdenden Dogge gemacht?
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Hallo,
ich bin per Zufall über diese Seite gestolpert und hab mich hier mal durchgelesen. Zum Thema alternder Hund (ich verallgemeiner jetzt mal) kann ich sagen, dass wir selbst einen mittlerweile 10jahre alten Neufundländer haben. Dieser kam auch, nach längeren Schlafpausen, was ja im alter normal ist, nur schwer und unter schmerzen wieder hoch.
Wir verabreichen ihm seit einem halben jahr Braunhirse (tägl. 2Eßl. ins Futter) durch einen Tipp unserer Heilpraktikerin. Man fängt langsam mit einem Teelöffel an und steigert es je nachdem wie es der Hund verträgt, langsam auf die 2 Eßl. mehr ist nicht nötig.
Unsere Erfahrung war, das unser “Sam” nach ca. drei Monaten wieder laufen konnte wie ein junger Hund, er nach längerem Sitzen oder liegen keine Probleme mehr hat aufzustehen und somit auch keine Schmerzen mehr, und er geht wieder gerne Spazieren.
Wer interessiert ist Braunhirse gibt es in gut sortierten Reformhäusern oder bei ebay (günstiger).
Hallo,
die druchschnittliche Lebenserwartung einer Deutschen Dogge beträgt ca. 9 Jahre. Bemerkenswert, dass man solche rassespezifischen Eckdaten nicht kennt, wenn man seit Jahren Halter eines solchen Hundes ist.
Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Deutschen Dogge beträgt leider bei weitem keine 9 Jahre! Noch nie hat sie diesen hohen Wert erreicht. Und vermutlich wird es auch nicht mehr möglich sein, diesen Wert zu erreichen.
Interessant für alle, die immer noch Zahlen brauchen, es gibt endlich eine Datenbank die genau das Alter beachtet. Unter http://www.danesworld.de sind Daten zu finden. Aktueller Wert: 6,5 Jahre. Nur… Tatsächlich nur 6,5 Jahre!
Wir sehen bei vermittelten Hunden immer noch die gleichen Tendenzen. Hündinnen werden meist etwas älter als Rüden. Sharky (Calle vom Rieseneck) möchte aktuell den SOSDoggen Altersrekord kippen. Er ist einer der ältesten Doggenrüden Deutschland. Der älteste Blaue ist erschon! Und noch gibt es eine Doggendame, die um einiges älter wurde. Fast 14 Jahre erreichte schon eine schwarze Hündin.
So gesehen, der Anonyme Kommentar ist wirklich bemerkenswert – Nur leider, ohne Hintergrund. Doggenhündinnen werden auch nicht mehr “mindestens” neun Jahre alt. Wie Rüden nicht immer nur fünf Jahre alt werden.
Der DDC hatte in seinen Statistiken meist eine Alterserwartung von 2 bis 3 Jahren. Der Wert ist sicher nicht falsch, beachtet man daß dort genauer die Anzahl der Welpen berücksichtigt wird.
hallo liebe doggenfreunde, wir haben eine doggenhündin(blau) im alter von 8 jahren. sie hat jetzt angefangen mit athrose und kommt deshalb auch schlecht auf, nach langem liegen. ich habe gute erfahrungen mit dem nahrungsergänzungsmittel canniviton und dem homoephatischen mittel vermiculite gemacht. teufelskralle, zeel von heel und bei entzündlichen schübben traumeel von heel. es gibt aber auch solche tage da geht ohne ein schmerzmittel nichts. die sind aber dank der mittel die ich ihr momentan gebe eher selten. sie ist halt unsere alte lady, damit muß man sich leider abfinden. aber wir versuchen es ihr so erträglich,wie nur möglich zu machen. lg ellen
wir hatten 3 Deutsche Doggen – 2 Hündinnen, 1 Rüde- davon ist uns noch eine Hündin geblieben. Die eine Hündin starb 14 Tage vor ihrem 3.Geburtstag an Krebs. Der Rüde starb mit 6 Jahren an Knochenkrebs.Die Lebenserwartung einer Dogge ist eher sehr niedrig. 8 Jahre sind schon ein ungewöhnlich hohes Alter. Alles was über das 8. Jahr hinaus geht ist zu bewundern und erfreulich. Mein Fazit – Doggen sind ganz tolle liebenswerte gutmütige Riesen – aber der Abschied kommt zu schnell.
Meine erste Dogge ist nun 11 Jahre alt und es ist sehr sehr schwer mit anzusehen, wie er altert und altert. Er hat Probleme mit der Speiseröhre und ist aus diesem Grund viel am Spucken. Auch Wasser ist in seiner Lunge und das Herz schlägt unregelmäßig und ab und zu kippt er um. Wir haben Momente, wo wir es fast nicht mehr ertragen können. Aber eben nur wir – unser Apolle (11 Jahre) dagegen ist mental noch wirklich fit, das heißt er verlangt sein Futter. Auch Spazierengehen geht noch, langsam aber es geht. Also wann ist nun der richtige Moment ihn quasi gehen zu lassen??? Ich liebe diesen Hund über alles aber zu sehen, wie er immer dünner wird ….. es ist wirklich schrecklich. Mittlerweile können Tiermedizinstudenten an ihm die Knochenlehre machen, da jeder Knochen zu sehen ist. Doch wann weiß man, wann es für das Tier zur Qual wird. Wann weiß man, dass man ihn/sie/es gehen lassen soll??? Wann kann man für sich sagen, wir haben alles getan??? Wie egoistisch klingt es, wenn man sagt “ich bin froh, wenn es vorbei ist”. …. Es ist so furchtbar …. Doch einen Freund haben wir gefunden – der Tierarzt – ;-) Wir haben mittlerweile dort ein kleines Vermögen gelassen und nun fährt er auch einen größeren Wagen ;-) Also liebe Hundefreunde, genießt die gute Zeit und wenn Euer Hund mal irgendwann einfach umkippt, seit dankbar dass nicht Ihr die Entscheidung treffen musstet!
Auch ich habe einen dieser wunderbaren Hunde. Unser Carlos ist eine Seele von Hund, 87 cm hoch und vertäglich mit allem was so “kreucht und fleucht”. Er wurde am 05.10.2004 geboren und wir übernahmen ihn im Alter von 4 Monaten.
Leider ist er schwer krank, auch er hat, wie viele seiner Rasse, Knochenkrebs. Er hat nicht mehr so viel Zeit auf dieser Welt und es zerreißt mir fast das Herz, wenn ich daran denke ihn bald gehen lassen zu müssen. Wir versuchen alles, auch mit Homöopathie, was das Tumorwachstum vielleicht ein kleine wenig verzögert hat.( er bekommt Hekla Lava) Dennoch prognostizierte der Tierarzt heute vorsichtig, dass er den Oktober, also seinen 6. Geburtstag, wohl nicht mehr erleben wird.
Momentan ist Carlos noch so voller Lebensfreude, dass der ihn jetzt behandelnde Tierarzt der Meinung ist, dass wir ihn noch nicht gehen lassen müssen. Die Diagnose erhielten wir am 24.04.2010 und die ihn damals behandelnde Tierärztin gab ihm noch eine Woche.
Leider können Hunde nicht sprechen und uns nur durch ihr Verhalten zeigen, was sie möchten. Man hofft immer, dass man das Richtige tut und dem Hund nicht zuviel zumutet.
Ich würde mir sehr wünschen, Carlos schliefe einfach ein, wenn er nicht mehr kann. Aber das wird wohl leider nicht so sein und so muss ich ihn irgendwann in naher Zukunft gehen lassen. Ich bin so unendlich traurig und es tut so weh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Meine gelbe Dogge Gentle ist jetzt 10,5 Jahre alt. Ihr Problem ist, dass sie eigentlich keinen Appetit mehr hat, aber mit ausgesuchten Delikatessen (Kutteln, Huhn und Nudeln oder Reis) bekommt man sie noch zum Fressen. Organisch haben alle Untersuchungen in der Tierklinik nichts ergeben.Sie hat aber noch Freude am Leben und am Spaziergang. Bei meinen vorangegangenen Hunden (Dogge und Irish Wolfhounds) war es eigentlich immer klar, wann der Zeitpunkt gekommen war. Der Doggenrüde starb mit 7 Jahren. Eine Magendreher-OP hatte er noch anderthalb Jahre überstanden. Dann blähte sich der Magen wohl wieder und riss an der an die Bauchdecke angenähten Stelle ein. Da war nichts mehr zu machen. Meine älteste IW-Hündin wurde fast 10 und hatte durch eine Spondylose-OP noch gute 2 Jahre. Die anderen starben mit 5 (Knochenkrebs) und 7 (Magendreher).
Bei meiner Gentle führe ich das hohe Alter neben den offensichtlich guten Genen auf die regelmäßige Bewegung zurück – aber so genau weiß man es ja nie: die anderen Hunde hatten die auch und exakt dieselbe Ernährung. Es ist einfach Glück, wenn einen ein so lieber Hund lange begleiten kann. Wenn die alte Gentle einmal nicht mehr lebt, will ich mich für einen älteren Hund bei sosdoggen bewerben: Haus, Auto, eingezäunter Garten und viel Liebe sind vorhanden. Aber jetzt im Alter lasse ich sie noch als Einzelhund, obwohl ich davor immer zwei oder drei Hunde hatte – ich habe das Gefühl, dass ihr das jetzt lieber ist.
Das Leben ist endlich – bei Menschen und bei Tieren – , aber das sollte einen nicht davon abhalten, sich von solch einem Partner beglücken zu lassen. Eine IW-Züchterin nimmt derzeit übrigens nur noch mindestens 8 Jahre alte Rüden zum Decken, damit diese “Altersgene” im Idealfall vererbt werden. Das ist ja auch viel wichtiger als Schönheit. Aber wie gesagt: Ich nehme nur noch Sozialfälle. Meine IWs waren alle Sozialfälle und ganz tolle Hunde.
Meine Dorothea ist 10 Jahre und 8 Monate alt. Bei ihr merkt man jetzt ganz deutlich, dass sie alt wird. Kürzlich hatte sie einen eingeklemmten Nerv in der HWS (kann aber auch ein Bandscheibenvorfall gewesen sein). Da konnte sie den Kopf nicht mehr heben, und auch die Hinterhand war in Mitleidenschaft gezogen (Harn- und Kotinkontinenz). Durch die Gabe von Unmengen Medikamenten und Spritzen hat sich das zwar wieder gebessert, aber eine gewisse Schwäche in der Hinterhand ist geblieben, so dass sie manchmal, wenn sie Druck hat, einfach Kot verliert. Auch das Treppensteigen fällt ihr zunehmend schwer, da klappt sie manchmal hinten zusammen. Aber solange sie ihre Tabletten und Futterzusätze bekommt, kann sie einigermaßen problemlos aufstehen und laufen. Die Runden sind zwar kleiner geworden und dauern dafür etwas länger, aber sie läuft… Und solange das so ist, ist es gut. Ich denke, sie wird mir Bescheid sagen, wenn sie keine Lust mehr hat.
Und schrullig ist sie geworden – eben genau wie alte Menschen…
Hallo,
ich habe am 19.06.2010 meine Xena (geb. 15.03.2000)dem Doggenhimmel überlassen müssen – Xena wurde 10,3 Jahre alt. Wir waren noch 6 Wochen davor beim Tierarzt zum check und zum Impfen und der Tierarzt meinte das Sie Topfit ist bis auf die altersüblichen Erscheinungen (das aufstehen und niederlegen ging halt nicht mehr so flott). Lange Rede kurzer Sinn wir mussten Sie Erlösen lassen – Sie bekam Milzkrebs (es fing 4 Tage zuvor an das der Bauch immer dicker wurde), der Tierarzt meinte nur das es gut ist das wir gekommen sind – hätten wir länger gewartet hätte Sie ersticken müssen.
Ich habe immer darauf geachtet das Sie in einem gesunden Maß Bewegung hatte, ausgewogen fraß und als junges Doggenmädel nicht all zu wild herum tobte. Wir hätten gerne noch viele Jahre verbracht – jetzt wünschen wir Ihr einen Doggenhimmel der voller Roastbeef hängt…
Nachtrag zu meinem Beitrag vom 22.Juni 2010:
Dorothea lebt nicht mehr. Die o. g. Geschichte mit dem eingeklemmten Nerv war nur der Anfang.
Am 29.06.2010 bekam sie eine Magendrehung. Weil wir es früh genug bemerkt haben, konnte sie mittels einer Schlundsonde behoben werden. Trotzdem hatte die Maus an den daraus resultierenden Kreislaufproblemen und der Narkose ziemlich zu knabbern.
Die Inkontinenz blieb, wurde aber etwas besser – nur noch Urin und nur, wenn sie aufstand.
Das Aufstehen – auch das fiel ihr jetzt zunehmend schwerer, das Laufen machte keinen Spaß mehr – außer sie war bis oben hin mit Schmerzmitteln zugedröhnt. Nicht mal mit ihren Lieblingsfeinden zanken wollte sie mehr.
Dann, Mitte August, bekam sie eine schlimme Magen-Darm-Infektion mit starkem Erbrechen und hohem Fieber, so dass wir sie sonntags abends zum Tierarzt bringen mußten. Infusionen, Spritzen, Tabletten – das volle Programm. Montags nochmal in die Praxis, weil das Fieber nicht runterging – Dauertropf bis abends. Und noch mehr Spritzen, noch mehr Medikamente.
Seitdem war sie komplett inkontinent, so dass sie im Haus Windeln tragen mußte. Konsequenz daraus: am 30.08.10 wurde eine Blasenentzündung festgestellt. Noch mehr Antibiotika…
Am 01.09.10 – mitten auf der Gassirunde – Doro fängt an zu würgen:
die zweite Magendrehung.
Wir haben sie zum Regenbogen gehen lassen. Sie war so müde…