Paul – “Der größte Schatz der Welt…”

So beginnt Paul´s Frauchen die Beschreibung ihres abzugebenden Doggenrüden Paul. Paul wird ausschließlich in ein neues Zuhause ziehen, weil sein Frauchen aufgrund eines Bandscheibenvorfalles nicht mehr in der Lage ist, Paul das Leben zu ermöglichen, dass er bislang kannte.
Kontakt: klatt@sosdoggen.de, 02161-6780441, 0176-67099971.
Das sagt das Frauchen von Paul:

Hallo liebe Frau Klatt,
nach unserem netten Telefonat, schicke ich [...]

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Auf nach Salzburg

Nachdem der Chefpfleger des Tierheims Whisky plötzlich nicht mehr dorthin umziehen lassen wollte, bekam Caruso “seine” Chance auf ein neues Leben.

Unsere Helferin und Freundin Dorty hat den Reisebericht zu dieser Fahrt geschrieben:

An einem Oktobermorgen, bei strahlendem Sonnenschein (ok, so direkt konnte man das nicht sehen, waren einfach zu viele Regenwolken im Weg….aber irgendwo strahlte die Sonne, da war ich mir sicher) ging es los. Claudia und ich (Reisebegleitung2, auch Dorty genannt) starteten die Fahrt von Dieringhausen nach Salzburg. Ich versuchte mich als Navigator und Claudia steuerte das Doggimobil (zu dem Zeitpunkt noch ohne Dogge) sicher über die Autobahn.
Erste Station, vor Salzburg, war Erlangen. Dort wartete Caruso in „seiner“ Familie wo er seit ca. 2,5 Monaten Zuhause war.
Als wir von Susanne (dem Frauchen), auf dem Grundstück, freundlich begrüßt wurden, war Caruso nicht so sehr begeistert über unseren Besuch. Aber warum sollte er auch.
Bevor es hier zu Missverständnissen kommt! Keiner von uns wurde dabei in doggenbekömmliche Stückchen zerrissen. Also alles halb so schlimm ! Nur etwas Beschützerinstinkt. So dauerte es auch nicht lange und Caruso ließ sich kraulen, ließ sich führen und sprang, ganz brav, in Claudias Auto.
Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen warum Caruso überhaupt aus dieser Gemeinschaft auszog. In dieser Familie leben, u.a. 3 Teenager, d.h. den ganzen Tag action und vor allem viel viel Besuch! Das alleine ist natürlich erst mal nichts schlimmes, im Gegenteil…da ist immer was los und lustig ist das sicher auch! Für ein sensiblen Hund ist diese Situation leider aber auch gleichbedeutend mit richtig Stress und mit genau diesem Stress kam Caruso nicht zurecht.
Susanne fiel das alles bestimmt nicht leicht, aber nach einem abschließendem Gespräch, gab sie uns nun alle Kuscheldecken des Rüden mit (er liebt seine Decken, aus denen kann man sich Prima ein Nest bauen!). Sein Futter und eine ausführliche „Beschreibung“ von Caruso aus ihrer Sicht wanderten auch noch in das Gepäck.
Nun setzen wir, jetzt zu dritt, die Reise nach Salzburg fort.
Der Doggenmann, im schwarzem Pelz, liebt das Autofahren (war das ein Glück für uns!)[Anmerkung von Claudia: Dorty spricht aus Erfahrung: Vor Jahren einmal hat sie einen nicht autobegeisterten Dalmatiner für uns gefahren, der keine Sekunde auf der einstündigen Hin- und einstündigen Rückfahrt aufhörte in ungekannter Lautstärke zu „piepsen“.] Von Zeit zu Zeit betrachtete er ganz lässig die Landschaft die an ihm vorbei flog.
Beruhigend war auch, dass Caruso nicht einer der Kandidaten war, der einem liebevoll, während der Fahrt, über die Schulter sabbert. Er hat im allgemeinen seinen Speichelfluss erstaunlich gut unter Kontrolle ;-)[Anm.: das kann nur jemand sagen, der selbst keine Dogge sein eigen nennt!!!]
Unsere Reise ging also ohne Probleme über die Grenze nach Österreich weiter und selbst das Labyrinth durch Salzburg meisterten wir rekordverdächtig! Aber wir mussten schon zugeben, dass die schnuckeligen Gassen in der Altstadt aus der Autoperspektive, doch verdammt eng wirkten. Dementsprechend langsam fuhren wir natürlich und gaben den Salzburgern genügend Gelegenheit uns zu betrachten. Schließlich erreichten wir erleichtert das Hotel „Stadtkrug“ der Familie Lucian.
Dort wurden wir schon heiß erwartet (besonders unsere vierbeinige „Fracht“) und von Herrn Lucian freudig in Empfang genommen. Und auch seine Frau ließ nicht lange auf sich warten.
Im Mittelpunkt stand natürlich Caruso! Und deswegen berichtet auch er erst mal weiter. Caruso: “Ja, das war vielleicht ein Tag…erst kutschierten mich Claudia und Dorty stundenlang durch die Gegend dann hielten die vor einem Hotel (da war ich echt gespannt, was als nächstes kam). Dort wurde ich von dem Wirtspaar (Hugo und Eva) begrüßt und geknuddelt…..uiiiii….die haben sich so riesig gefreut! Erst dachte ich, dass die mich eventuell mit einem Prominenten verwechseln oder so. Doch dann bekam ich mit, dass das meine neue Familie werden sollte. Ok, dachte ich….da bin ich dabei! Auch wenn mich so ne kleene namens Alia….-sie soll ein Japanischer Bonsai-Schäferhund sein- (also wenn ihr mich fragt: eindeutig ne Minidogge) super zickig begrüßt hat! Sie meinte, ich solle mich mal hier nicht so dick machen. Tja…ich hab der Süssen einmal tief in die Mandeläuglein geschaut und schon war sie dahin geschmolzen, auch wenn sie das, bis heute, nicht zugeben will. Am Ankunftsabend lernte ich schon ein paar Hotelangestellte kennen und alle waren so nett zu mir!
Dann verschwand Hugo und Eva in einem kleinen Raum und als die Tür sich wieder öffnete waren sie weg….ich vermutete erst, dass es sich um einen Zaubertrick handelte. Und nun gingen auch Dorty und Claudia mit mir in diesen Raum…das war etwas eng, als die Tür sich wieder schloss…aber ich zeigte natürlich keine Angst….dafür war ich viel zu sehr abgelenkt von meinem Spiegelbild –ich muss schon sagen…ich seh gar nicht mal so schlecht aus- die Tür öffnete sich wieder und nun waren wir auf einer anderen Etage im Hotel (was Menschen nicht alles für Erfindungen haben…toll).
Es ging weiter in „unsere“ Wohnung und einen Garten haben wir hier auch noch!
Nach so viel Neuem gingen wir alle wieder nach unten und meine beiden weiblichen Chauffeure bekamen ganz lecker Fressen….äh sorry, ich meine Essen! Ich machte mir ein wenig Sorgen um die beiden…ich glaube sie waren kurz vorm platzen, aber da sie sonst sehr zufrieden aussahen, konnte ich beruhigt meine erste Nacht im neuen Heim verbringen!

Am nächsten Tag sah ich, dass auch für mein leibliches Wohl vorgesorgt war (es war eindeutig….hier bleibe ich für immer!)
Mein erster Tag als Österreicher (der bin ich nämlich jetzt!) war super aufregend. Ich habe Wesen gesehen und erschnuppert von dessen Existenz ich nie was ahnte! Wir haben alle zusammen „Gut Aiderbichl“ besucht. Ein riesiger Gutshof mit geretteten Tieren…erst dachte ich, dass alles seien Doggen, aber manche waren tatsächlich größer als ich und rochen auch völlig anders. Da war z.B. so ein graues Tier, mit noch größeren Ohren als Alias (da muss ich Alia sowieso noch mal fragen, wie sie es schafft die so aufzustellen…..Respekt!).

Als wir Gut Aiderbichl wieder verließen waren meine Geruchsnerven schon richtig heiß gelaufen.
Aber es ging ja noch weiter und ich erfuhr, dass auch Herrchen und Frauchen so große Tiere haben. Einige mit ganz viel Fell und die meisten haben so was wie Riesenstreichhölzer an ihren Köpfen (jetzt weiß ich, dass das Hörner sind und man diese Tiere Hochlandrinder nennt…sind mir aber trotzdem irgendwie unheimlich). Dann wären da noch 2 Pferde, die sind ganz ok…also alles nicht weiter dramatisch!
Direkt neben der Weide ist unsere Mensch-Hund-Wohlfühl-Hütte für unsere gemeinsame Freizeit –das hat mir Frauchen so erklärt- (da haben sich auch Claudia und Dorty sehr wohlgefühlt!). In der Hütte haben Hugo, Eva und Alia ihre Ruhe….normalerweise….aber kaum war ich dort, kamen einige Nachbarn (vorbei mit der Ruhe) zum Hallosagen und das beste ist, die sind auch alle so nett! Ich glaub, ich hab richtig Glück gehabt!
Auf unserem Landgrundstück entsteht grad die „Juhuu-Ranch“ (ich hoffe ich habe das jetzt richtig geschrieben) von Herrchen und Frauchen. Der Stall ist schon so gut wie fertig. Das wird ein Spaß! Bald haben Prinzesschen (Alia) und ich eine eigene Ranch! Jiiipppiiiiiiii…!!!!
Bei so viel Freude war es auch nur halb so schlimm, als sich Claudia und Dorty bei uns verabschiedeten.“Dorty: „Stimmt, wir fuhren mit einem sehr guten Gefühl wieder heimwärts und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen im schönen Salzburg!

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