Paul – “Der größte Schatz der Welt…”

So beginnt Paul´s Frauchen die Beschreibung ihres abzugebenden Doggenrüden Paul. Paul wird ausschließlich in ein neues Zuhause ziehen, weil sein Frauchen aufgrund eines Bandscheibenvorfalles nicht mehr in der Lage ist, Paul das Leben zu ermöglichen, dass er bislang kannte.
Kontakt: klatt@sosdoggen.de, 02161-6780441, 0176-67099971.
Das sagt das Frauchen von Paul:

Hallo liebe Frau Klatt,
nach unserem netten Telefonat, schicke ich [...]

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Als aus Elfriede Donald wurde

Eine kleine wahre Geschichte zur Weihnachtszeit
von Annelie Schlarbaum

Ende November beunruhigte mich eine kleine Zeitungsannonce, in der es hieß: Seit 2 Wochen macht eine Dogge die Gegend von Jestädt unsicher.
Was war mit der Dogge geschehen, war sie weggelaufen oder ausgesetzt worden??
Warum unternahm denn keiner was? Ich hängte mich ans Telefon. Der örtliche Tierschutzverein wusste nicht, was er machen sollte, der Veterinär war nicht zuständig und die Gemeinde auch nicht. Ich hörte mich um, wo die Dogge vermehrt gesichtet wurde, und beschloss zu helfen, aber wie?
Ich packte meinen Rucksack voll Hundefutter und marschierte stundenlang durch Wald und Flur. Fehlanzeige, keine Spur von der Dogge, so ein Mist, schließlich war es fast Dezember und es konnte kalt werden.
Ein paar Tage vergingen, und ich hatte sie noch nicht einmal von der Ferne gesehen. Also stellte ich einen Napf mit Futter an den Ortsausgang, wo sie öfters gesehen wurde.
Am nächsten Tag fehlte von dem Napf jede Spur. Auf meinen Wanderungen kam ich an einem überdachten Holzschuppen vorbei und fand dort den Napf.
Von vielen belächelt, fing ich an dort regelmäßig Futter hinzustellen, außerdem bekam sie einen alten Teppich und eine Decke hingelegt. Ein paar Tage später wurde es immer kälter und mein Mann und ich bereiteten ihr (für uns war es eine Doggendame, der wir den Namen Elfriede gaben) ein wärmenden Strohlage.
Über mail hatte ich mir Ratschläge eingeholt, und telefonierte mit Ada und Claudia von SOS Doggen nun fast täglich. Mittlerweile hatte ich auch eine Mitstreiterin vor Ort gefunden die nun auch regelmäßig fütterte. Seit der Geschichte sind wir Freundinnen geworden. Ein befreundetes Paar schloß sich ebenfalls an, so daß wir uns mit dem Füttern abwechseln konnten.
Die Dogge war so scheu, das sie jedes Mal weglief, wenn sie uns sah, also, wie sollten wir an sie herankommen? Mein Tierarzt gab mir Beruhigungstabletten, die wir ihr ins Fressen mischten. Bei fast 0 grad verbrachten wir die halbe Nacht im Auto, mucksmäuschenstill, und warteten… und warteten…und warteten…Leider beschlugen die Scheiben immer wieder so schnell, aber….
…um 22°° Uhr kam sie und hat gefressen. Dann legte sie sich hin zum Schlafen. Ein erster kleiner Erfolg! Es war stockdunkel und wir konnten das eigentlich nur alles erahnen. So, nun mussten wir noch mal ca. 2 Stunden warten, bis die Wirkung der Tabletten eintrat. DAS haben wir getan. Wir haben ganz leise (so leise wir konnten…) die Autotüren geöffnet, und schwubdiwub war unsere Dogge geflüchtet. Na prima, und nun??
Wir bekamen von allen Seiten tolle Vorschläge, und einer drückte mir Tabletten in die Hand, die auch als Diskodrogen gehandelt werden. Wo war ich nur hineingeraten…
Also telefonierte ich mit drei verschiedenen Tierärzten und bekam drei verschiedene Dosierungsvorschläge für diese Tabletten. Wir wählten die goldene Mitte, er (“sie” war ein Rüde) sollte zwar einschlafen, aber nicht für immer!
Die nächste Nacht im Auto stand bevor. Diesmal stellten wir uns weiter weg, und nach der ganzen Warterei schlichen wir uns leise an. Ihr könnt vielleicht schon erraten was passiert ist, genau, er hat sich auch diesmal nicht beeindrucken lassen und hat sich aus dem Staub gemacht.
Meine Güte, dieser Hund kostet uns echt Nerven, trotz Weihnachtszeit, habe ich diesmal zwei Kilo abgenommen statt zuzunehmen, toll!
Wenn wir zum Füttern kamen, stellte sich Elfriede Donald ein wenig abseits, um uns zu beobachten, auch auf unser Rufen reagierte er nun langsam.. Trotzdem kam er uns nie wirklich nahe, so misstrauisch war er.
Ein Traum von einerr Dogge, sogar mein Mann wollte ihn schon behalten, wenn wir ihn fangen sollten.
Ada organisierte im Tierheim Köln Dellbrück eine größe Lebendfalle ( die erste war eindeutig zu klein für unseren neuen großen Freund), die Carsten Plöger von der Wau Mau Insel am ersten Weihnachtstag aus Köln mitbrachte.
So mein Bursche, dachten wir, wollen wir doch mal sehen, ob du da nicht reingehst. Das Fressen in der Falle blieb erstmal unberührt. Blöderweise war ein paar Tage vor Weihnachten ein langer Artikel über die freilebende Dogge in der Zeitung. Und an den Feiertagen dachten sich wohl alle, mal “dog(gen) watching” zu betreiben. Na super, bei so viel Betrieb hielt sich unser schlaues Kerlchen wieder etwas entfernter auf.
Doch das jähe Ende nahte trotzdem. Am 27.12. hörte meine Freundin einen Schuss in der Nähe. Mein Gott, wie haben wir uns aufgeregt, zumal die Näpfe seit diesem Tag unberührt blieben (wir hatten sie zusätzlich außerhalb der Falle positioniert, um zu sehen, ob der Doggerich da war) und wir ihn den ganzen Tag noch nicht einmal gesehen. Ich hängte mich wieder ans Telefon und rief den Jagdpächter an, er hatte mir doch versprochen, nichts zu unternehmen. Er wusste von nichts. Schließlich rief ich die Polizei wiederholt an, es ließ mir einfach keine Ruhe mehr.
Und jetzt kommt das kuriose Ende: Die Dogge wurde am 2. Feiertag von Spaziergängern eingefangen!!!
Er spielte mit einer Hündin und ließ sich einfach so mir nichts dir nichts ins Auto locken.
Beim Geräusch eines Autos ist die Dogge doch normalerweise sofort davongelaufen.
Meine Güte kamen wir uns unfähig vor.
In dieser Nacht wurden es minus 4 Grad und wir waren auf eine Art erleichtert, daß Elfriede Donald ein warmes Plätchen hat. Mittlerweile haben wir Elfriede Donald besucht, ganz nah war er, zum anfassen…
Das ist er, der jetzt Donald genannte, der für uns Elfriede hieß:

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