Püppy – Wäre gerne Einzelhund
16. Juni 2010 – 13:56 | Keine Kommentare

Püppy Xanthippe, wurde schon einmal vermittelt, musste dann aber gegenüber Pflegekindern weichen. Sie sucht ein neues Zuhause, wo man ihr Zeit gibt und sie sich ihre Hundefreunde aussuchen kann. Leider muss es bald sein, sie kann nicht mehr ihren Pflegeplatz behalten.

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Der letzte Tag des besten Hundes der Welt….

Geschrieben von Claudia auf 5. Februar 2007 – 10:48Keine Kommentare

Alles begann wie immer es war der 19 Dezember, ein Dienstag. Morgens wie immer, keiner von uns drei hatte Lust das warme Bett zu verlassen. Aber wie immer mussten wir raus. Also fingen wir unseren Tag mal so langsam an. Wir gingen ins Bad und unser Dicker blieb noch ein wenig liegen bis einer von uns nach unten ging. Denn es gab ja Frühstück, ein Türchen vom Adventskalender wurde geöffnet und dann Gassi gehen. Wir fuhren wie gewohnt zur Arbeit und Sultan unser Dicker machte sich einen gemütlichen Tag auf der Couch. Als wir nach hause kamen die gleiche klasse Begrüßung, nichts zu merken von dem was uns erwartete. Also aßen wir noch und dann ging es gemeinsam zur Feldrunde. Alles ganz normal. Laufen und so tun als ob man einen Hasen jagt, aber die waren ja eh viel zu schnell. Laufen und das Revier markieren gehörten auch dazu. Spaß und nochmals Spaß, alle waren so glücklich und niemand von uns ahnte das dies unsere letzte gemeinsame Feldrunde war. Auf dem nach Hause Weg passierte dann das unfassbare. Das schlimmste was man als Hundebesitzer erleben kann. Unser Dicker fiel einfach um… Erschrocken und ahnungslos wie wir waren dachten wir er sei ausgerutscht. Aber ein Irrtum er fing an zu krampfen ein Bild was ich niemanden wünsche, die Panik in seinen Augen ließen in mir alles erschauern. Nach kurzer Zeit war alles vorbei und er wollte nach Hause, stand auf als sei nichts gewesen. Weiter auf unserem Heimweg musste er natürlich noch einmal auf “dicke Hose” machen und den Hunden in der Nachbarschaft durch lautes bellen mitteilen “hier komme ich”. Und dann wieder, er fiel um und versuchte wieder hoch zu kommen, es klappte fast doch dann brach er zusammen und machte unter sich. Bei mir gingen alle Alarmglocken an. Christian rief den Tierarzt an. Ich und ein Nachbar der zur Hilfe kam, blieben bei Sultan. Irgendwas trieb Sultan nach Hause. Sofort fuhren wir zum Tierarzt, dieser bestätigte, es war ein Herzinfarkt. Er wurde behandelt und wieder schien alles normal…Zu Hause angekommen wurde ein wenig geschlafen aber irgendwas beschäftigte unseren Dicken, heute weiß ich was es war. Er wollte schmusen ohne Ende, spielen, wir bauten den Weihnachtsbaum auf und er schaute zu. Seine Stirn in Falten gelegt als ob er überlegen würde. Er legte seine Stirn normalerweise immer in Falten wenn er Blödsinn im Kopf hatte. Dann seltsamer Weise lief er durch das Wohnzimmer roch an den Blumen, seinem Spielzeug, gab seinen Adventskalender Pfötchen und beschnüffelte uns so intensiv. Wir mussten lachen, doch jetzt wissen wir was war. Ich bin der festen Überzeugung er wusste das seine Zeit des Abschieds gekommen ist. Der Abend verlief ansonsten normal, um kurz vor elf bekam er seine nächste Herztablette weil wir zu Bett wollten. Auch Sultan wollte mit hoch, obwohl wir dachten die Treppe wäre nichts für Ihn, aber er wollte unbedingt. Als wir gerade im Bett lagen hörten wir wie er von seiner Matratze fiel. Christian war als erstes bei Ihm. Er war eigentlich schon weg aber er hob nochmal seinen Kopf sah Christian in die Augen und verlor wieder sein Bewusstsein. Als ich mich über Ihn beugte und immer und immer wieder seinen Namen rief hob er nochmals seinen Kopf schaute mich mit seinen großen treuen Augen an und versuchte noch einen laut von sich zu geben, aber die Kraft war nicht mehr da. Christian hatte den Tierarzt am Telefon aber es war zu spät… Sultan hatte den Kampf verloren. Er starb in unseren Armen. Er wollte das wir beide beim Ihm waren. Für uns wurde ein Alptraum war… Trauer macht sich breit… Wir haben unseren besten Freund verloren. Wir waren so unendlich traurig aber auch dankbar das wir Ihn auf seinen letzten Weg begleiten durften. Wir sind froh das er uns die Entscheidung ab genommen hat und selbst diesen Weg gegangen ist. Nur er fehlt uns so sehr das es fast schon krank macht. Nun saßen wir und überlegten wie wir uns bzw. Ihn die letzte Ehre erweisen konnten. Die Familie verabschiedete sich auch noch von Ihm, sie kamen alle ,denn er lag ja nun bei uns im Wohnzimmer auf seiner Matratze in seiner Decke eingewickelt. Selbst da bekam er noch Streicheleinheiten und viele Tränen und viele Worte wurden gesprochen. Er hatte einen festen Platz in der Familie, er gehörte dazu. Nun war es soweit, er wurde beerdigt, hier bei uns auf dem Grundstück so das er immer bei uns ist. Ich meine er wird immer in unseren Herzen sein. Sein Lieblingsspielzeug, seine Kissen, sein Adventskalender und mein Brautstrauß sind mit in seinem Grab. Selbstverständlich brennt eine Kerze dort und ein Weihnachtsgesteck liegt dort. Jeden Tag gehen wir zu Ihm und reden mit Ihm, denn er fehlt uns und es wird nicht besser. Beispiel : Ich muß mein Frühstück jetzt alleine essen, keiner mehr der eine Ecke von meinem Brot will. Kein Sabber mehr, keiner mehr der auf einen wartet wenn man von der Arbeit kommt, keiner mehr der seine Streicheleinheiten fordert, kein Spielzeug über das man fällt, keiner der wenn abends das Fernsehen ausgeht als erstes an der Treppe steht und vieles, vieles mehr… Und eins möchte ich auch noch los werden an dieser Stelle, was uns wütend macht und auf absolutes Unverständnis stößt ist das ein Hund ein Lebewesen ist, eins mit Charakter und kein Wegwerf-Spielzeug. Ein Hund gibt das zurück was wir ihm geben. Und es spiegelt sich sehr vieles von uns in Hunden wieder. Kein Hund ist ohne Grund so wie er ist. Und bevor ich mir einen Hund anschaffe, egal welcher Rasse, erkundige ich mich vorher darüber. Nicht das es einen nervt wenn die Dogge sabbert, das gehört dazu und wem das stört sollte die Finger davon lassen oder damit leben können. Und so groß sie auch sind , so sensibel sind sie auch. Und mit viel Geduld, Zeit, Liebe und Vertrauen bekommt man meist jeden Hund wieder hin. Und das können wir aus Erfahrung sagen denn unser Dicker war auch nicht einfach. Dazu müssen wir sagen, Sultan war ein sehr lieber Hund, mochte nur keine anderen Hunde und hatte vor Kindern und verschiedenen Männern Angst. Mit viel Rücksicht kann man das aber wieder hin bekommen. Das Vertrauen muss aber immer da sein und er Hund muss wissen das ihm bei seinem Besitzer nichts passieren kann. Dann kommt man immer Schrittweise ans Ziel, mal dauert es etwas länger und an manchen Tagen fängt man wieder von vorne an. Aber man bekommt so viel von Ihnen zurück. Claudia hat mir geraten seinen letzten Tag aufzuschreiben und ich muss sagen es war schwer aber es tat auch irgendwie gut. Wir haben auch Fotos von Ihm gemacht denn so sehen wir immer das er friedlich schläft. Vielleicht wirkt das auf andere Menschen abstoßend aber für uns war es ein Teil mit unserem Schmerz um zu gehen. Und jetzt steht Weihnachten vor der Tür und wir wissen jetzt schon das dies verdammt schwer für uns wird. Wir sind aber dankbar für die tolle Zeit die wir mit unserem Sultan erleben durften. Und eins weiß ich ganz bestimmt ich werde mich immer an die super schönen Zeiten erinnern, die uns soviel Freude bereitet haben. Jetzt höre ich auf zu schreiben. Denn es gibt so vieles über diesen tollen Hund zu schreiben was ich aber nicht in Worten schreiben oder beschreiben kann …….


Nochmals Danke Sultan für die schöne Zeit die wir mit dir verbringen durften.

In Liebe und Annerkennung
Dein Frauchen Steffi
Dein Herrchen Christian
und deine Familie
Ruhe in Frieden Dicker…

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