Masons letzte Tage
Mason macht eigentlich einen vitalen und fitten Eindruck. Er will spielen und toben, Gassi gehen findet er auch toll und fressen ist der schönste Zeitvertreib nach schmusen und schlafen. Das hat uns Hoffnung gegeben, dass sich sein Problem mit dem Erbrechen (mehrmals am Tag) wieder legt.
Nachdem Mason andauendes Erbrechen sich nicht gebessert hat, haben wir zusammen mit der Tierärztin beschlossen ihn röntgen zu lassen, um einen Einblick in das Innere zu bekommen. Zu viert haben wir ihn auf den Röntgentisch gelegt. Am Anfang hatte er große Angst. Diese hat sich jedoch nach einiger Zeit gelegt und die Röntgenaufnahmen mit Kontrastmittel konnten ohne weitere Zwischenfälle durchgeführt werden.
Die Auswertung der Röntgenbilder ergaben eine Auffälligkeit im Bereich der Speiseröhre. Daraufhin schlug unsere Tierärztin eine weitergehende Abklärung in der Tierklinik Hofheim vor. Leider bekamen wir dort erst eine Woche später einen Termin. In der Zwischenzeit haben wir Masons Essen mit dem Mixer püriert und mit Wasser gestreckt. Wir haben das Futter auf bis zu zehn Mahlzeiten am Tag verteilt und ihn nach dem erhöhten Füttern eine gewisse Zeit absitzen lassen, damit das Futter den Weg in den Magen findet. In der Hoffnung, dass er die „Suppe“ bei sich behält. Trotz all dieser Maßnahmen stellte sich keine Verbesserung ein.
Am Montag ging es dann in die Tierklinik. Wir hatten zum Glück gleich am Morgen einen Termin. Mason hat alle Untersuchungen ruhig über sich ergehen lassen. Als erstes wurde sein Herz mittels Ultraschall untersucht und vermessen. Trotz der Auffälligkeiten am Herzen konnte er in Narkose gelegt werden, um die Endoskopie von Speiseröhre und Magen durchzuführen. Nach einer knappen Stunde Wartezeit war die Untersuchung abgeschlossen.
Der Arzt teilte uns mit, dass Masons Speiseröhre nicht mehr richtig arbeitet. Die Muskulatur ist erschlafft und das Futter kann nicht mehr richtig in den Magen transportiert werden (sog. Megaösophagus). Er hat uns erklärt, dass Masons Speiseröhre stark erweitert ist und das Futter einfach hin und her wandern kann ohne Barriere. Da es bei dieser Erkrankung keine Besserungs- oder Heilungschancen für Mason gibt, haben wir uns entschlossen ihn jetzt sehr schweren Herzens gehen zu lassen. Mason sollte zu einem späteren Zeitpunkt nicht durch die verminderte Nahrungsaufnahme verhungern (53kg), oder sich an seinem Erbrochenen verschlucken und daran Ersticken. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, obwohl er erst drei Wochen bei uns ist, ist er uns schon so sehr ans Herz gewachsen. Persönlich war dies der bitterste Abschied den ich im meinen Leben bisher nehmen musste, mehr muss dann wohl über Mason’s Charakter nicht mehr schreiben.
Teresa und Gunnar

