Paul – “Der größte Schatz der Welt…”

So beginnt Paul´s Frauchen die Beschreibung ihres abzugebenden Doggenrüden Paul. Paul wird ausschließlich in ein neues Zuhause ziehen, weil sein Frauchen aufgrund eines Bandscheibenvorfalles nicht mehr in der Lage ist, Paul das Leben zu ermöglichen, dass er bislang kannte.
Kontakt: klatt@sosdoggen.de, 02161-6780441, 0176-67099971.
Das sagt das Frauchen von Paul:

Hallo liebe Frau Klatt,
nach unserem netten Telefonat, schicke ich [...]

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Gold lässt sich in Geld aufwiegen, ein Tibet-Mastiff nicht

Gold lässt sich in Geld aufwiegen, ein Tibet-Mastiff nicht

Gleich mit dem bekannten Zitat sei ein kurzer Hinweis auf eine Randnotiz praktisch aller Zeitungen der letzten Tage gegeben. Es wird berichtet dass eine nicht näher bekannte Millionärin aus China ihren Tibetmastiff am Flughafen mit einer gleich 30 Limousinen langen Eskorte abgeholt hat. Dazu soll Frau Wang gesagt haben “Gold lässt sich in Geld aufwiegen, ein Tibet-Mastiff nicht”.

Nun, der ein oder andere wird sagen, verrückte Ideen. Wir kennen besagte Frau Wang leider nicht. Aber ihre Aktion lässt uns doch noch einmal an den Do-Khyi, oder auch Tibet Dogge, oder auch Tibetmastiff genannten Hund denken. Keine Aktion der Welt kann wirklich oft genau auf diese Hunde hinweisen. Lässt sich an ihnen doch eine eher aktuelle Entwicklung in Asien so tragisch erkennen. Die Tibet Dogge hat ihre eigene Geschichte. Leider in sehr, sehr vielen tragischen Facetten.

Einst der gewöhnliche, oft anzutreffende Begleiter der Nomaden in der Hymalaia Region sollte der Do-Khyi im Zuge der Mao Kulturrevolution in China ab 1949 gleich aus verschiedenen Gründen verschwinden. Im alten China erachtete man es wohl als untragbar einen so großen Hund “sinnlos” durchzufüttern während die Nahrung für Menschen knapp wurde. Vielmehr wurden Menschen dazu gebracht, diese Hunde so zu sehen. Denn ein wenig hat man am Do-Khyi wohl auch einen Glaubenskrieg erleben müssen. Die zielgerichtete Zerstörung der tibetischer Religion sollte auch den Do-Khyi zerstören. Man wollte den Tibetern unbedingt ihre Werte zerstören.

Seit Jahren erlebt der Do-Khyi im “neuen” China einen ganz anderen Boom. 2005 wurde die tibetische Rasse in China als “vom aussterben bedroht” bezeichnet. Kenner der Rasse können ohnehin kaum noch zuordnen, ob es so etwas wie einen echten, tibetischen Do-Khyi noch geben kann. Und wie nun die eigentliche Tibet Dogge wirklich aussehn soll, ja, da hat wohl auch jeder Züchter eigene Ansichten. Der seltene Do-Khyi wurde aber umso mehr zum absoluten Statussymbol, für den kein Preis zu teuer erscheint. So wurdeschon öfters von teuren Exemplaren berichtet.  Wenn man also 2009 für eben 4 Million Yuan (umgerechnet 400 000 €) einen Hund kauft, brauchte s auch in China etwas mehr “Verpackung” um da noch aufzufallen.

Wohl kaum eine andere Doggenart hat kulturpolitisch eine solche Bedeutung wie die Tibet Dogge. Bedauerlich dass die Randmeldung in jeder Journaile zu finden ist, aber nicht einmal der richtige Name “Do-Khyi” dazu oder gar ein winziger Hinweis auf ihre Bedeutung.

Immerhin spielte sich die aktuelle Geschichte in Xi’an ab. Die Stadt die man doch als die älteste China Metropole bezeichnen darf, hier ist auch die Terrakottaarmee zu finden. Ich würde eher sagen, keinen Hund kann man in Geld aufwiegen. Aber auch ein noch zu teuerer Do-Khyi wird die Rasse wohl nicht retten. Übrigens, es ist nicht einmal ein Welpe gewesen. Der 18 Monate alte Rüde soll besonders selten sein wegen seinem kurzen Fang und seinen eher kurzen Beinen mit sehr kräftigem Haar. Er schafft dennoch 80 cm Stockmaß. Und trägt den Namen Yangtze River Number Two. Man geht davon aus dass es keine 100 ähnliche Do-Khyis geben kann. Er wird selbstverständlich eine klimatisierte Behausung vorfinden. Und bekocht werden. Er trug bei der Ankuft eine große, rote Seidenblume um den Hals. Ein Symbol für Helden.

Der übliche Doggenbesitzer muss dazu aber sagen, der arme Hund hat schlecht stehende Augen und steht arg schief. Auf dem einzig bekannten Foto sieht es zumindest so aus. Vielleicht sind es ja nur die Strapatzen des Fluges. Er wurde ja per Flugzeug zu seinem neuen Wohnort gebracht.

Übrigens, es war erst Anfang des Jahres als in Kalifornien, USA, eine Familie 155 000$ für “Lancelot Encore” ausgegeben hat. Lancelot war ein Labrador der seine Familie so begeistert hat, dass diese ihn clonen hat lassen. “Lancelot Encore” ist somit der Hundeclon von Ex Lancelot.

Ich frage mich gerade ob man weltweit über einen Menschen genau so viel schreiben würde, der eben die gleiche Summe für den Tierschutz spenden würde. Nein, ich glaube kaum. Vielleicht sollten wir eher fragen, wie viele Menschen für die gleiche Summe sofort ihren Hund verkaufen würden.

Nun, wir können ja darüber sprechen. An dieser Stelle ein kleiner Hinweis auf eine sehr interessante Kostenaufstellung eines Dackelbesitzers. Herr Rolf Büschgens, seineszeichens Teckelhalter, hat sich intensiv mit den Kosten eines solchen kleinen Genossen auseinandergesetzt. Sein interessanter Vortrag [Veranstaltung vom Teckelklub Neuss im DTK 1888 e.V.]  ist  auch online zu finden – Als PowerPoint Präsentation auf seiner Homepage http://www.printfamily.de/hueren/ – Ganz unten. Es sei vorab der Endwert genannt. Rein kaufmännisch betrachtet fallen bei 15 Jahren Lebenszeit für einen kleinen Dackel nur 57.382,00 € an. Ja, hier wurde aber ein Wert nicht beachtet: Der Zeitfaktor. Und auch ja, man lässt ausser Frage, welchen Gewinn der einzelen Halter durch seinen Hund letzendlich ebenso hat.

Da gibt es nur noch ein passendes Zitat:

Dass mir mein Hund das Liebste ist, sagst du oh Mensch sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturm noch treu, der Mensch nicht mal im Winde.

Einen interessanten, ausführlichen Artikel zum Thema “Tibetische Hunde in China” ist nach wie vor bei der Hundezeitung zu lesen.

Ein Kommentar »

  • Gaby sagt:

    Ja, ja, es ist schon erstaunlich, wofür manche Menschen ihr Geld zum Fenster rausschmeissen. Dass man mit so viel Geld auch tatsächlich was Vernünftiges erreichen könnte, auf diese schlaue Idee kommen solche Leute erst gar nicht.

    Ich zuerst – und nach mir die Sintflut.

    Das ist in der heutigen Zeit leider viel zu oft die Lebensdevise. Was interessiert mich der Rest der Welt, Hauptsache, mir geht es gut.

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