Paul – “Der größte Schatz der Welt…”

So beginnt Paul´s Frauchen die Beschreibung ihres abzugebenden Doggenrüden Paul. Paul wird ausschließlich in ein neues Zuhause ziehen, weil sein Frauchen aufgrund eines Bandscheibenvorfalles nicht mehr in der Lage ist, Paul das Leben zu ermöglichen, dass er bislang kannte.
Kontakt: klatt@sosdoggen.de, 02161-6780441, 0176-67099971.
Das sagt das Frauchen von Paul:

Hallo liebe Frau Klatt,
nach unserem netten Telefonat, schicke ich [...]

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Erziehungsleitfaden

Erziehungsleitfaden

Eigentlich der falsche Oberbegriff, besser Übungen zur Toleranz und einem friedlichen harmonischen Miteinander.

Hier geht es darum, allen Doggenbesitzern den Weg hin zu einem einvernehmlichen Zusammenleben in unserer Gesellschaft mit unseren Tieren aufzuzeigen.

Wenn der Begriff Erziehung doch zutreffend ist, dann trifft er wohl in erster Linie auf die Erziehung der Hundehalter zu. Sie müssen sich Ihrer Führungs- und Vorbildsrolle bewusst werden, sich in der Seele des Hundes so auskennen und alle Situationen so im Griff haben, dass Unheil von und für Ihre Dogge nicht ausgeht und für Ihre Dogge eine solche Situation erst gar nicht entsteht.

Die Wege dies zu erreichen sind lang und auch anstrengend, da es kein auf alle Hunde und Halter passendes Patentrezept gibt. Vielleicht ist es verführerisch, wenn man genervt ist durch Zufügen von Schmerzen kurzzeitig „Erfolg“ zu haben. Aber erstens nutzt sich dieser natürlich bei häufigen Gebrauch ab und zweitens bin ich sicher, dass sie das Liebste was Sie haben, Ihren Hund nicht durch Zufügen von Schmerzen für Ihre eigene Unzulänglichkeit bestrafen wollen. Nein, ganz sicher nicht.

Der Ansatzpunkt es anders zu machen ist immer der gleiche: Der Hundehalter!!


Der Hund folgt seinem Besitzer als Rudeltier ohnehin, zumindest solange bis dieser sich durch falsche Verhaltensweisen selbst disqualifiziert und seinen Rang als Rudelführer in den Augen seines Hundes nicht mehr einnimmt.

Also verhalten Sie sich so, dass Ihr Hund Sie respektiert, Sie als seinen Rudelführer akzeptiert und Ihnen vertraut.

Dieses Vertrauen ist die Grundlage einer jeden Lenkung und Beeinflussung. Enttäuschen Sie Ihren Hund nicht! Seien Sie gerecht und konsequent. Überschütten Sie Ihren Hund mit Liebe und lassen Sie ihn Fehler machen. Geben Sie ihm auch die Möglichkeit diese Fehler zu korrigieren, selbst zu korrigieren und belohnen Sie ihn dafür; so lernt ihr Hund.

Haben Sie es wirklich nötig Ihrem treuen Freund Schmerzen zuzufügen, damit Sie ihn „beherrschen“? Wer jetzt sagt, dass ist mir sicherer, der hat zum einen nichts von dem Geschriebenen verstanden, aber für den ist sicherlich ein so großer und kräftiger Hund wie die Deutsche Dogge sicher auch nicht ein Hund der richtigen Rasse. Oder glauben Sie, dass unter Zwang und Druck lernen möglich ist?

Sicher lieben Sie Ihren Hund genauso wie wir unsere Hunde und werden ohnehin nie ernsthaft über den Einsatz von Stachel- Ketten oder Teletakthalsbändern nachgedacht haben. Oder?
Falls Sie jetzt sagen, Sie bilden seit Jahren Hunde so aus und es war immer gut so, frage ich Sie woher Sie das wissen.

Kennen Sie die möglichen Folgen einer solchen Drangsalierung? Vielleicht haben Sie auch schon von Fällen gehört, in denen große, „böse“ Hunde sich gegen Ihren Besitzer auflehnten und ihn verletzten? Kann es nicht sein, dass ein solcher Hund nur einmal eine offensichtliche Schwäche seines Besitzers ausnutzte, um lebenslanges Martyrium zu quittieren?
Leider können Hunde nicht mit unseren Worten sprechen!

Ich bin ganz sicher, Sie wollen alles richtig machen, richtig in dem Sinne eines harmonischen Miteinanders von Mensch und Hund und unseren Hunden untereinander.

Und da es Ihnen selbst weh tun würde, Ihrem Hund weh zu tun, gehen Sie sicher den Weg der konsequenten, liebevollen und gerechten Ausbildung. Sie belohnen gewünschtes Verhalten überschwänglich und ignorieren Unerwünschtes. Auch wenn es auf die Kürze der Zeit betrachtet zunächst anstrengender ist und für Außenstehende auch manchmal langwieriger aussieht. Aber Sie interessiert nicht der kurzfristige Erfolg, sondern der nachhaltige, oder?

Und an dieser Stelle endet der Erziehungsleitfaden!!!!

Es folgt keine Anleitung zu einem „do-it-yourself Hundeausbildungskurs“. Da ohne sachverständige Kontrolle viele Fehler gemacht werden können, wäre es kontraproduktiv hier weiterzuschreiben. Suchen Sie eine kompetente Hundeschule in Ihrer Nähe.
Wie Sie wissen ob es die richtige ist?

Schauen Sie sich an, wie der/die Hundetrainer(in) mit den teilnehmenden Hunden umgeht UND schauen Sie zu, wie die gleiche Person mit ihren eigenen Hunden verfährt. Wird in der Gruppe geübt oder im Einzeltraining? Die Erfahrung zeigt, dass Gruppentraining für Toleranzübungen sehr gut ist – aber nicht geeignet individuell unerwünschte Verhaltensweisen bei Mensch und Hund zu korrigieren. Es können sich einfach zu viele falsche Verhaltensweisen und falsche Verknüpfungen manifestieren.

Eines noch: Rennen Sie nicht jeder neuen Erziehungsmethode hinterher! Heute so, morgen so, dass kann Ihr gelehriger und sensibler Hund – und wenn dieser eine Dogge ist, schon gar nicht – verkraften.
Bauen Sie eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihrem Hund auf. Ihr Hund muß Ihnen vertrauen, seien Sie sein Vorbild, sein Spielgefährte, sein Lehrer und vor allem sein bester Freund.

Und lassen Sie ihn Hund sein! Er wird kein Mensch werden. Und wie oben gesagt, er hat keine Worte um sich zu verständigen. Nicht um mit Ihnen zu sprechen und auch nicht, um mit seinen Hundekollegen zu kommunizieren.

Und er spricht doch, oder?

Sie verstehen ihn und seine haarigen Freunde auch. Deshalb: Nicht gleich jeden scheinbaren Konflikt zwischen Hunden sofort unterbinden! Meist geht alles ohne eine Schramme ab und ihr Hund konnte sich in seiner Sprache unterhalten. Lassen Sie ihn sein Hundsein leben!

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