Caja
Tagebuch Caja (geb. 15.08.2003), weiß, taub
Ankunft am 30.12.2008 ca. 14:00Uhr.
Solange Ada und Claudia da waren, war alles sehr entspannt. Danach war Caja sehr verunsichert. – Fremde Umgebung – Fremde Menschen. Sie hat erstmal nur gebellt und geheult. – Wir sind dann kurz spazieren gegangen, danach war sie ruhiger, hat gefressen und dann geschlafen. Martina (Nachbarin) kam vorbei und hat ein Geschenk für Caja vorbei gebracht, Caja hat gebellt und ins leere geschnappt. Martina sagt aber, Caja wirke nicht bedrohlich sondern nur unsicher. Sie hat auch Micky gestellt – oder sollte ich besser sagen: das Leuchthalsband, das er nachts im Garten trägt… aber auch das lief harmlos aus – danach hat Caja dann wieder geschlafen und zwar genau, bis wir zu Bett gingen. Sobald wir oben waren, geheul und gebell. Wenn ich dann herunter ging, war sie ruhig, schlief aber nur, wenn ich mich auf die Bank legte. Wenn sie dann eingeschlafen war, konnte ich hoch. Dann schlief sie etwas 2-3 Stunden. Dann repeat….. bis zum Aufstehen. Nachts hat Micky aber schon mit ihr zusammen auf der Couch gelegen – wenn sie sich nicht zu breit gemacht hat. Er hat sich sogar auf die Caja-Kopfseite gelegt – also kann er ja keine Angst haben. Zwischendurch greift Caja aber auch zu bewährten Tricks: – Nasenknutscher verteilen und Kuscheleinheiten mit Hartmut oder mir – sie weiß auch, wie man gutes Wetter macht J
31.12.2008
Ich bin verunsichert, ob wir das wirklich hinbekommen. Caja ist unsicher und ich bin mir nicht sicher, ob ich das kann. – 9.00Uhr – ich glaube Claudia hat einen siebten Sinn – sie ruft mich an und sagt, wir sollen nicht zu schnell die Flinte ins Korn werfen. – Im Laufe des Vormittags wird Caja auch immer ruhiger. Im Garten spielt sie mit Micky und durch die Nachbarshunde am Zaun lässt sie sich gar nicht irritieren. Sie bellt nicht zurück, sondern schnuppert nur. Meine Freundin aus Holland macht mir auch Mut – „bei einem Welpen dauert es auch mindestens eine Woche, bis sich alles etwas eingespielt hat, so sicher auch bei einem tauben Hund, der in einer völlig fremden Umgebung ist“. – Auch meine Nachbarin ist der Meinung „die erste Woche ist die schlimmste, da kennen sich beide Seiten noch gar nicht….“
Also weiter mit Mut. – wir haben ja noch Urlaub … sie hat mich gerade wieder geknuuutscht…
01.01.2009
In der Sylvesternacht waren wir bei Nachbarn – also nur ein paar Schritte von zuhause weg.
Als wir gingen gab es erst einmal gebelle. – Aber, wie wir vom Fenster (versteckt) sehen konnten nur ca. 1 Minute – danach hat Caja sich hingelegt. In der Nacht sind wir ca. alle 2 Stunden nachsehen gegangen (entweder nur durchs Fenster, oder auch rein) – aber es war immer ruhig… Alles in allem hat dies schon sehr gut geklappt. Auch durfte ich in dieser Nacht in meinem Bett schlafen – erst um 7:30Uhr musste Caja raus. Danach war es aber ruhig. Es wird immer besser – Caja erschreckt sich bei uns praktisch gar nicht mehr. Sie bellt auch immer weniger.
02.01.2009
Aufstehen wieder gegen 7:30Uhr – Caja muss raus. – Danach bellt sie, weil ich wieder schlafen ging. Nach einer Weile gibt sie Ruhe. Heute lassen wir sie auch einmal tagsüber alleine. – Hartmut fährt Rad und ich fahre zum Fressnapf. Ich parke dann vor der Tür der Nachbarin und schleiche mit ans Küchenfenster. ALLES RUHIG. Also scheint auch tagsüber alleine sein kein Problem zu sein. Caja und Micky spielen nachher wieder sehr schön im Garten. … sein Leuchtband ist auch mittlerweile kein Problem mehr. – Alles was sie einmal kennen gelernt hat, ist dann kein Problem mehr. Ihre Ohren jucken zwischendurch mächtig. Am Anfang durfte ich fast gar nicht daran. Jetzt kann ich mit einem Ohrentuch (zur Pflege) zumindest ein wenig massieren, und es scheint auch zu helfen. Sie läuft zwar immer erstmal weg, aber nach und nach geht es besser.
03.01.2009
Heissa – heute darf ich bis fast 8:00 Uhr schlafen – als ich dann aber wieder hoch gehe wird gebellt. Ich versuche es jetzt also mit der „Rütter“ Taktik. – Runter, sauer aussehen, Hunde ignorieren, alles böse ansehen, rumgestikulieren und dann wieder abdampfen. Lustig, schon als ich die Treppe herunterkomme, scheint sie meinen Gesichtsausdruck zu sehen und gibt ruhe und versteckt sich in der hintersten Ecke. Ich glaube sie dachte, „die spinnt“. Danach war erst einmal eine halbe Stunde ruhe. Danach noch mal gebell. – noch mal die „ich bin sauer Tour“, danach wieder ruhe. – Nach kurzer Zeit bin ich dann aber runter gegangen und habe beide Hunde gelobt, weil sie ruhig waren. Caja hat zwei Lieblingsplätze, eine Decke direkt neben dem Fernsehen oder die Couch neben dem Frühstückstisch – das waren auch Cleos Lieblingsplätze! Wir sind tagsüber wieder einkaufen gefahren – auch kein Problem.
Schön ist, das Micky und Caja keinen Futterneid kennen. Unser kleiner Kater hat eine Blasenentzündung und muss Tabletten bekommen. Kein Problem: Katerkopf direkt neben Mickykopf direkt neben Cajakopf J und jeder bekommt sein Stück und der hastigste ist noch der Kater. Caja hat im Garten mit Hartmut und Micky nachlaufen gespielt. Sie hat einfach nur Spaß – es sieht fast aus, als wenn im Frühjahr die Lämmchen buckeln… Sie versucht nicht dabei zu schnappen oder zu stellen, sie freut sich einfach am laufen.
Am späten Nachmittag kommt noch ein Nachbar rein. Er hatte selbst einen größeren Hund und keine Angst. Da er Caja begrüßen wollte, wurde er gleich einmal angebellt und angesprungen. – Natürlich darf dann auch ein Luftschnapper nicht fehlen, aber er hat sie einfach gelassen und hat sich noch kurz mit ins Esszimmer gesetzt. Jetzt wollte Caja gleich noch einen Nasenknutscher verteilen, aber da haben wir sie dann abgeschickt. Sie reagiert nicht böse, aber doch erstmal beeindruckend, wenn man solch große Hunde nicht gewohnt ist.
04.01.2009
Nachdem ich kurz nach sieben beide einmal herauslasse, kann ich danach bis fast 9:30Uhr noch mal schlafen. Ein harmonischer Morgen. Micky und Caja spielen. Und jetzt ist es auch so, dass nicht mehr jedes Verlassen des Raumes mit Bellen begleitet wird. Wir werkeln in der Garage und alles ist ruhig. Da ich Caja noch nicht von der Leine lasse, ist positiv zu bemerken, dass sie kein Theater macht, wenn Micky frei läuft. Sie zieht ein wenig, wenn er vorbei läuft, aber nicht zu sehr. Aufpassen muss man, wenn auf dem Feld Leute gehen, auch in einiger Entfernung, denn sie bellt auf und ich glaube sie würde auch dahin laufen. Und dann? Na ja, das müssen wir noch alles sehen. Nachmittags kam unsere andere Nachbarin (Gabi) vorbei. Sie brachte mir einen Kalender und wollte sich noch Hüttenkäse borgen. Ich sagte, sie sollte bitte Caja ignorieren und wenn sie in Kauf nimmt angehüpft zu werden, könne sie auch mit in die Küche kommen. Und siehe da, sie hat Caja ignoriert und Caja hat gar nichts gemacht. Sie hat ganz vorsichtig Gabi beschnuppert, wurde weiter ignoriert und von mir dann aus der Küche geschickt. Als wir dann aus der Küche gingen, ging Caja einfach aus dem Weg. Gabi war etwas enttäuscht, denn sie wollte auch gerne mal Caja knuffeln, aber das können wir ja dann das nächste Mal tun. Schön, mal sehen ob das auch der Weg ist, wie wir unsere Putzfrau hier einbringen können. Jetzt schlafen wieder bei Hunde. Ein schöner Tag.
07.01.2009
Die Tage vergehen – die Beziehung zwischen Micky und Caja wird immer besser. Beide spielen miteinander und beim Spazierengehen ist auch alles gut, auch wenn Micky frei laufen kann und Caja nicht. Heute waren wir bei Tierarzt. Wir wollten nur einmal hinfahren, oberflächlich schauen lassen, damit Caja unsere Tierärztin einmal kennenlernt. – Leider hat sie sowohl bei meiner Lieblingstierarzthelferin als auch bei der Ärztin gebellt und geschnappt. Das verunsichert mich auch sehr, denn ich weiß nicht so recht, wie ich damit umgehen soll. Natürlich habe ich auch Angst, dass sie irgendwann doch einmal richtig zuschnappt. Mal sehen, vielleicht hat Atze (der Hundelehrer) morgen hierzu Ansätze. Das gute an dem Arztbesuch war, dass ich sowohl die Ohren, die Zehen und die Zähne von Caja zeigen konnte, ohne dass sie sich irgendwie komisch verhält. Frau Dr. Goldbeck meinte, es wäre unglaublich, wie ich nach einer Woche mit diesem Hund umgehen kann und das er mich wirklich lieb haben muss. Schön, aber ich hoffe, dieses lieb haben reicht auch mal aus, um andere Menschen nicht anzuknurren, auch wenn sie Angst haben. Frau Dr. Goldbeck möchte gerne das Auge und die Zehe operieren und dabei auch die Zitze und die Zähne behandeln. Wir müssen hier gut überlegen, denn eine OP (Narkose) ist immer riskant. Mit Maren (Hundesitterin) lief es einigermaßen Problemlos. Aber ich bin hier leider schon nicht mehr sehr entspannt, weil ich jetzt immer befürchte, das Caja zuschnappen könnte. Aber wir gehen ja noch weitere zwei Tage zusammen spazieren, da werden wir ja sehen, wie es geht.
Fazit: mit uns, Micky und den Katzen überhaupt kein Problem aber im erweiterten Kreis müssen wir noch abwarten. Hartmut sieht dies alles nicht so kritisch und das tut mir gut. Ich bin manchmal viel zu unsicher und das ist sicher eher störend als verbessernd!
Zu erwähnen ist noch, dass Caja sich am Anfang nicht in die Ohren fassen ließ. – Jetzt ist es so, dass sie sogar ihr Ohr hinhält, wenn mit einem Tuch sauber gemacht wird. Heute habe ich allerdings auch ein Ohrenpflegemittel eingeträufelt, da ist sie erstmal wieder weggelaufen. Hat es dann aber doch hingenommen und sich die Ohren massieren lassen. Auch dies werde ich langsam steigern, vielleicht erreiche ich ja hier auch die Fortschritte, wie in der bisherigen Woche.
08.01.2009
Heute Nachmittag war Atze (Michael Nehmann) hier, der Canis-Hundetrainer mit dem ich mit Micky Hundeschule mache. Wir wollten nichts direkt üben, aber ich wollte mal die Einschätzung von Atze hören, wenn Caja ihre Schnapper los lässt. Einmal hat sie wirklich etwas heftiger geschnappt und zwar, als sie Atze auf dem Stuhl beschnupperte und er sie am Kinn gestreichelt hat, hat er plötzlich die Hand hochgehoben – SCHNAPP – ins leere aber Richtung Hand. Atze ist auch der Meinung, dass dies am eingeschränkten Sichtfeld liegen kann. Grundsätzlich sagt er, sollten wir dies in der Weise ernst nehmen, dass wir Caja bei Fremden auf ihre Decke schicken und es auch nicht zulassen, dass sie den Besuch derart heftig (in Augenhöhe) beschnuppert. Ansonsten hält er sie auch nicht für einen „gefährlichen Hund“, aber er sagt, wir müssen aufpassen, damit ihre Unsicherheit in diesem Bereich nicht aufgebaut wird. Unsere Hundesitterin kam auch später hinzu und hat auch noch einiges mit angehört und das war natürlich auch für sie interessant. Der folgende Spaziergang mit Maren und den Hunden (Atze war dann weg) war kein Problem.
09.01.2009
Maren kommt alleine herein und ich lasse die Hunde einfach machen (denn dass muss ja nächste Woche auch funktionieren). Maren begrüßt die Hunde, gibt Leckerchen und streichelt
Caja an der Nase…. Schnapp und knurren. Maren gibt das Zeichen für aus und schickt Caja erstmal ab. Caja weicht zurück, Ohren runter und knurrt und bellt auch nicht. Danach ruft Maren Caja und Micky in den Flur um spazieren zu gehen. Anleinen: – Vorne Leckerchen hinten Leine. Kein Problem. Spaziergang dann auch kein Problem. Maren lässt auch mal Fuß gehen, falls mal jemand kommt – auch kein Problem. Also – sehen wir mal weiter.
10.01.2009
Ich glaube Caja kann es gar nicht leiden, wenn man mit Fingern vor ihrer Nase herumfuchtelt
(eingeschränktes Sichtfeld) – ich habe das einfach mal versucht, in dem ich mit dem Zeigefinger die Nase gestreichelt habe. Da hat sie auch ins leere geschnappt – natürlich nicht so heftig wie bei Fremden, aber sie war deutlich verunsichert. – Dann habe ich sie zu mir gerufen und sie ganz „normal“ angefasst und alles war gut. Also zögerlich mit ihr umgehen und das im Bereich, in dem sie nicht gut sieht, ist problematisch. Deutlich ist aber auch hier, dass sie bei uns ganz sicher nichts machen wird.
21.01.2009
DIE OP
Ich war sehr nervös. Als wir in der Klinik (Fr. Dr. Kinzel – Aachen) ankamen, waren alle sehr freundlich – nur Caja nicht. Die grummelte gleich vor sich hin, sobald einer ihr zu Nahe kam. Nach eingehender Befragung und erster Versuche, das Herz ohne Maulkorb abzuhören, wurde zur Verlegung des Zugangs der Maulkorb angezogen. Caja hat sich auch ganz schön gesträubt, aber dank Maulkorb ist ja nichts weiter passiert.
Die OP – Zeh amputiert, Auge (Nickhautdrüsenknorpelvorfall oder so), Ohren spülen (Milben entfernen), Zahnsteinentfernen, Warze entfernen – alles gut überstanden.
Nach dem Aufwachen habe ich ihr sicherheitshalber den Maulkorb angezogen, damit die Arzthelferin sie halten konnte. – Caja schaffte es dann auch tatsächlich alleine über die Pritsche ins Auto. PUUUHHH das erste geschafft.
Die Nacht und die nächsten Nächte habe ich dann auf der Couch verbracht.
Alles läuft gut. Caja lässt ihren Fuss in Ruhe und das Auge wird auch zunehmend besser. Mittlerweile kann ich sogar Salbe ins Auge geben.
24.01.2009
Verbandwechsel bei Frau Dr. Goldbeck. Hartmut ist mit gefahren. – Das war gut. Er ist ruhiger als ich. Wir haben im Behandlungszimmer einen Maulkorb angezogen und sie (nach Hinweis von Fr. Goldbeck) auf den Tisch gesetzt. Sie war auch ganz ruhig und hat sich an Hartmut gedrückt. Verband runter – alles sieht gut aus. Auge auch.
Die Tierärztin aus Aachen hat Fr. Dr. Goldbeck angerufen und gesagt, sie hielte Caja für einen ausgesprochen gefährlichen Hund. Das sieht Frau Dr. Goldbeck Gott sei dank wie wir anders.
26.01.2009
Habe heute mit Atze (Michael Nehmann – Tiertrainer) telefoniert. Ich werde Caja den Maulkorb schmackhaft machen, damit wir positive Tests mit ihr durchführen können. – Leute an sie ranlassen, ohne dass sie Angst haben müssen usw. – Mal sehen, ob es funktioniert.
09.02.2009
Wieder einige Tage vergangen – zuhause ist Caja ein Schatz. Bei Besuch halten wir uns einfach an die Regel – Besuch lässt Caja in Ruhe und Caja den Besuch. Wir lassen sie nicht hin und dann ist es auch ganz schnell so, dass Caja auf ihrer Decke schläft. Das soll später sicher auch noch mal anders sein, aber dass müssen wir noch trainieren. Werde gleich mal einen Termin machen zur Hundeschule. Die Fäden am Zeh sind gezogen – ins Auge muss noch weiter Salbe. Der Fuß ist aber vollkommen in Ordnung. Das Auge sieht aber auch schon ganz gut aus. Gerade habe ich noch einen Faden an der entfernten Warze gezogen. Den hatten wir bei unserer Tierärztin vergessen. Sie lässt sich das auch sehr gut gefallen – aber wir dürfen sowieso alles.
17.02.2009
Fischvitaminpulver ist wohl auch lecker – zumindest haben Caja und Micky die kleine Dose mit selbigem geöffnet und geleert – teilweise auch auf den Teppich (war ein Pulver). – Scheint aber nicht gefährlich zu sein. – Der Fuss ist kein Thema mehr – 1 bis 2x am Tag gibt es noch Augensalbe (ohne Murren). – Besuch wird mit Maulkorb empfangen – danach ist sie schnell beruhigt und der Besuch, weil ohne Angst – reagiert natürlich auch recht entspannt – dadurch kommen auch bei Caja keine Spannungen auf. Ich bin mal gespannt – am Freitag ist Hundeschule angesagt. – Und was wirklich nicht immer soooo gut ist – sie knutscht was das Zeug hält…. aber immer diese Hundeküsse…. – Nein, es ist wirklich schön. – Micky und Caja – immer noch eine schöne Sache. Es wird viel gespielt, geärgert und auch nah gelegen. Caja ist nicht Mama Cleo – aber eben Schwester Caja!
21.03.2009
Ich gebe es ja zu – das ist nun kein Tagebuch mehr sondern ein Allepaarwochenbuch…. – aber es geht genau den Weg, den ich mir gewünscht habe. – Am Anfang sieht man die Unsicherheiten und Sorgen und jetzt geht es immer weiter bergauf.
Caja hat sich mittlerweile sehr gut eingelebt. Der Maulkorb wird wohl nur noch beim Tierarzt gebraucht werden. Mittlerweile ist sie hier so sicher, dass sie nicht mehr so nervös reagiert, wenn jemand ins Haus kommt. Unsicherer Besuch muss Caja ignorieren, und wir schicken sie ab, dann funktioniert es. Eine Nachbarin hat Caja schon sehr ins Herz geschlossen, die wir gleich sehr geschmust, wenn sie ins Haus kommt. Ihre Taubheit ist im normalen Leben auch kein Problem, sie lebt zwar öfter mal nach dem Schema – ich sehe Dich nicht, also kann ich auch nicht gehorchen – dann muss man halt zu ihr gehen und sie anstubsen.. hält fit :-).
Diese Woche hatten wir einen Hundeschulentermin zuhause. Das war schön, denn unser Hundetrainer Michael Nehmann (Atze) sagte, dass Caja sich prächtig entwickelt hat – natürlich im Verhältnis zu uns. Er sagte, dass beim ersten Termin (der ja ein paar Tage nach Einzug war) deutlich war, dass Caja noch nicht so den Bezug zu uns hat und noch nicht immer genau wußte, was wir von ihr wollen. Das Vertrauen war noch nicht in dem Umfang da. Dies sagte er, wäre nun völlig anders. Es wäre deutlich zu spüren, dass sie nun auf dem besten Wege ist, bei uns anzukommen. Sie würde schon ganz anders auf uns reagieren -SCHÖN so etwas zu hören, natürlich empfinden wir das auch so. Natürlich gibt es noch Dinge, an denen wir arbeiten – an der Leine Entgegenkömmlinge anbellen z.B. und Leinenführung. Aber, wenn ich da konsequent reagiere, merkt man auch dort deutliche Verbesserungen. Caja ist sicher nicht der erste Hund, der bei einem neuen Herrchen erst einmal so tut, als hätte sie noch nie “Befehle” empfangen und verstanden… aber interessanter Weise, wenn ich die Befehle konsequent durchsetze kann Caja auch Sitz/Platz/Bleib/Hier/Fuss……
Wenn wir auf dem Feld weit und breit keinen Entgegenkömmling sehen, darf Caja auch frei laufen – daran arbeiten wir auch noch, denn Caja MUSS schauen, damit ich sie zurückrufen kann. Ich stelle mich dann immer als großes X hin und daraufhin kommt sie tatsächlich direkt zu mir… – wenn sie geguckt hat. Aber an diesem öfter gucken arbeiten wir dann auch noch :-)
So, dass war es erstmal wieder – weiteres demnächst….




Hallo! Ich finde es super einer tauben Hündin die chance zugeben sich in einer neuen Familie zurecht zu finden.
Habe selbst auch eine Dogge und habe schon öfter drüber nachgedacht eine zweite dazu zunehmen (sos-dogge), habe aber zwei kleine Kinder, von daher tue ich mich noch etwas schwer.
Ich wünsche euch weiterhin viel spaß mit Caja.