Paul – “Der größte Schatz der Welt…”

So beginnt Paul´s Frauchen die Beschreibung ihres abzugebenden Doggenrüden Paul. Paul wird ausschließlich in ein neues Zuhause ziehen, weil sein Frauchen aufgrund eines Bandscheibenvorfalles nicht mehr in der Lage ist, Paul das Leben zu ermöglichen, dass er bislang kannte.
Kontakt: klatt@sosdoggen.de, 02161-6780441, 0176-67099971.
Das sagt das Frauchen von Paul:

Hallo liebe Frau Klatt,
nach unserem netten Telefonat, schicke ich [...]

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Dilayla´s Weg

Dilayla´s Weg

Hallo Claudia!

Heute möchte ich Euch nun über den schrecklichen Krankeitsverlauf von Dilayla erzählen. Es hat lange gedauert, bis ich mich nun dazu äußern kann, aber Ihr könnt mir eines glauben. Das war das Schlimmste in den letzten 10 Jahren, was mir je passiert ist. Als wir von Euch wegfuhren waren wir so glücklich. Dilayla war ein Traumhund. Wir liebten sie von Anfang an, sie war zärtlich, verschmust, behutsam, folgsam, spielte mit unserem Rüpelchen Butch und es war einfach toll mit ihr. Die zwei Wochen in denen sie gesund bei uns war, waren für uns die schönsten Wochen, die man sich vorstellen kann. Die darauf folgenden drei Wochen jedoch waren für uns alle die schlimmsten Wochen die wir uns je hätten vorstellen können.

Es waren Wochen der Hilflosigkeit, der Angst, der Qualen und der Erkenntniss, das selber die Medizin versagen kann. Man kann sich das wie folgt vorstellen. Du wachst morgens auf, die Welt ist in Ordnung. Eine Spazierfahrt ist geplant. Alles ist o.k. dann willst du zurückfahren und ab da – der reinste Horror. Einen vor Schmerzen schreienden Hund im Arm, die Hilflosigkeit ins Gesicht geschrieben fährt man zum Tierarzt und ab da non stop Qualen für das Tier. Ein Tier, das nicht mehr auf die Beine kommen kann vor Schmerzen, das immer auf dem selben Platz liegt, unter sich macht, die Mahlzeit so zu sich nimmt. Schreit, wenn man sie berührt, Nächte auf dem Boden neben ihr verbringt um sie im Arm zu nehmen wenn sie wieder schreit und und und… Ich hätte auch das noch Wochen getan, wenn ich ihr damit hätte helfen können. Aber leider konnte kein Arzt uns helfen, alle Untersuchungen die gemacht wurden alles half nichts. So trafen wir dann die Entscheidung, sie zu erlösen. Der schwerste Schritt seit langem für uns. Ich habe die kleine Maus bis sie eingeschlafen war im Arm gehabt. Es war so schlimm sie gehen zu sehen und doch so erleichternd sie so friedlich ohne Schmerzen zu sehen.
Wir haben sie in einer Urne in unserem Wohnzimmer stehen. Manche halten uns vielleicht für bekloppt, aber wir wollten sie auch nach ihrem Tod noch bei uns haben und das nicht nur in unserem Herzen.

Übrigens möchte ich Euch noch etwas sagen. Wir sind sehr gut mit den Züchtern von Dilayla befreundet. Rita und Helmut haben uns in dieser schweren Zeit sehr zur Seite gestanden wofür ich auch sehr dankbar bin. Sie haben uns auch über die ehemaligen Besitzer von Dilayla erzählt. Dilayla war in einem sehr guten Zuhause untergekommen. Die Leute trennten sich und der Mann hat Dilayla und Piccolo damals einfach weggegeben. Rita traf die alte Besitzerin vor kurzen und erzählte ihr díe Geschichte von Dilayla, die Frau fiel fast aus allen Wolken. Ich würde gerne mal wissen, wer solch dummen Geschichten in die Welt setzt, das sie bei Mietnomaden untergebracht waren.

Ich möchte mich übrigens dafür entschuldigen, das es so lange mit unserer Stellungnahme gedauert hat, aber es fällt mir jetzt noch schwer über die quallvolle Zeit nach zu denken.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg bei Euren Vermittlungen und hoffe, das alle Tiere bei Euch ein gutes Zuhause bekommen.
Vielleicht habt Ihr ja Lust den Brief auf Eure Seite zu stellen, dann werden vielleicht ein paar Leute verstehen, warum man im Leben manchmal Dinge macht, die einem total widerstreben, es aber im Grunde keinen anderen Ausweg gibt als die Erlösung.

Gruß Annette P.

Ihr Lieben, 

danke für eure ausführliche Schilderung. Wir haben ja leider erst in der allerletzten Stunde von ihrer Erkrankung und vom Krankheitsverlauf erfahren, obwohl wir nach der Übernahme ja miteinander gesprochen haben.

Wir mochten Dilayla sehr und waren unsagbar traurig, als wir von ihrem Schicksal erfahren haben. Piccolo lebt übrigens immer noch bei uns. Manchmal kann man gar nicht glauben, welche Wege das Schicksal mit Hunden und Menschen geht.

Nur eine kurze Anmerkung:

Nachdem ich Dilaylas Tod bekanntgegeben habe, hat bei mir hat eine Frau angerufen (Name bekannt), die sich um Piccolo und Dilayla gekümmert hat, als die Ehe der Vorbesitzer noch bestand. Sie hat mir glaubhaft erzählt, welch Schicksal Dilayla ertragen mußte. Nämlich, daß sie sehr jung schnell mal belegt wurde und lange Zeit nur im Keller ohne jede Zuwendung leben durfte. Die Besitzer sollen die Hunde seit langem nicht mehr gemocht haben. Piccolo hatte Verletzungen, als er zu uns kam, deren Ursprung wir nach diesen Schilderungen erahnen können.

Sicher, ich war nicht dabei, dennoch frage ich mich, woher die Frau soviele Details kennt und gerade Piccolo in so einem schlechten Zustand war als er zu uns kam. Ich möchte auch darüber nicht richten, aber ich bin sicher, daß es nicht die beste Wahl war, Dilayla an diese Menschen zu verkaufen.

beste Grüsse

Claudia

 

 

 

Ein Kommentar »

  • Stefan Schmidt sagt:

    Habe soeben über Dylailas Schicksal gelesen und möchte trotz oder gerade wegen meiner Anteilnahme etwas über ihre Krankheit wissen.Halte selber zwei Doggen und freue mich über jeden gesunden Tag, seit ich selber wegen ihrer Beinverletzungen mehrere Tierarztbesuche und OP mit ihnen erlebt habe.Jede(r) Hundefreund(in)leidet mit seiner Fellschnute und hofft auf Genesung.Wenn sie wie in Dylailas Fall nicht eintritt und nur über die Regenbogenbrücke gegangen werden muß, hilft Klarheit über die Krankheit schocktraumatische Folgen zu vermeiden- den Betroffenen sowie den vielen Hunde-bzw.Doggenfreunden.
    Ich möchte Dylailas “Zweibeinern” für ihren Bericht herzlich danken und ihnen wünschen, ihr Herz offenzuhalten für neue “Sanfte Giganten”. Herzliche Grüße Stefan Schmidt.

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