Muh – Heute Jessy
Früher… war alles besser!
Alles Quatsch! Aber früher hatte man kein Navi im Auto. Und eine Strecke, die man per Landkarte sucht, die bleibt einem irgendwie immer in Gedächtnis. Mit “in 200 Meter links” ist das nicht so.
Als die kleine Muh umgezogen ist, mussten wir suchen. In erster Linie den Ort. Hunsrück, lustiger Dialekt, weiter weg von der Autobahn. Bilderbuchlandschaft, da kann ein Hund auch mal am mitlaufen, ohne eine Leine.
Gestern dann die Fahrt mit Frieda. Durch eine Landschaft die – einfach schön ist. Doch kaum fährt man, fragt man sich ununterbrochen, war ich hier schon einmal oder bitte was ist das für ein Déjà vu? Für den Moment hatten wir es fast vergessen, dann… kaum eine schöne Serpentine weiter, schon wieder diese Erinnerung. Zum Glück tauchte endlich das Ortsschild auf. Und schlagartig wussten wir genau, welcher Hund hier wohnt!
Dennoch, wir hatten ja Frieda und Alfi dabei. Und einen Termin. So sind wir brav erst zum besagten Termin gefahren, um dann doch noch abends um acht vor dem Haus bei Muh zu stehen. Erinnerungsfahrt eben, kaum hatte man das Ortsschild hinter sich, fanden wir uns wieder zurecht und wußten wir genau wo wir Muh finden würde.
Muh, das ist eine der kleinen drei Geschwister die wir seinerzeit Ene, Mene und Muh genannt haben. Eine kleine Mischlingshündin die aus Kreta nach Deutschland gekommen war.
Muh ist heute für uns immer noch ein kleiner Hund. Sie ist ja nicht einmal ganz so groß wie Alfi. Aber Muh, die Jessy getauft wurde, hat ihre Welt für sich gefunden. Man kennt sie auf der ganzen Straße. Und liebt sie. Jessy dagegen hat nicht nur Menschen zu ihrem Staat gemacht. Die Familie darf inzwischen drei neue Katzen beherbergen. Neben Hasen und anderen Kleintieren hat Jessy regelrecht einen Tiersammeltrieb. Unterernährte Katzen bringt sie einfach mit nach Hause. Ähm, was das mit einem Staat zu tun hat? Jessy lässt sich ein wenig die Hilfe von ihren neuen Mitbewohnern ausgleichen. Die Mäuse der Katzen werden schon einmal abgenommen. Sie gibt den Katzen ein schönes Zuhause, dafür bekommt sie hin und wieder eine Maus. Teamwork!
Hat uns gefreut per Zufall gleich die ganze Familie noch am Sonntag Abend getroffen zu haben. Bei der Vermittlung wollte die Frau des Hauses, einen maximal kniehochen Hund. Wir waren damals nicht ganz sicher wie gr0ß sie werden wird, ihre Eltern waren uns ja nicht bekannt. Jetzt steht es aber wirklich ganz fest: Es kam wie man es haben wollte. Mal schauen, wie viele Katzen es beim nächsten Besuch zu vermelden gibt.
Alfi hatte übrigens seinen Spaß. Die Kinder waren gleich miteinander beschäftigt. Jessy dagegen hatte eigentlich keinen Sinn für Alfi. Nein, einen Hund mehr im Haus, das wollte die kleine Königin dann doch nicht.

