Beim Wachsen zusehen
Ja, wenn wir die Kleinen hier beobachten, kann man genau das sagen! Eigentlich sieht man sie wachsen – Wobei, immer wenn man sie nicht sieht, merkt man den Unterschied. Es ist wie mit dem Kuchen im Ofen. Rein damit, Tür zu – hoffen! Ist man eine Minute nicht neben den Mäusen, fragt man sich nachher was um alles in der Welt gerade passiert ist.
Brutkastentemperaturen haben wir doch nicht mehr, im Offen leben sie auch nicht. Aber sie wachsen so sehr, dass man es eben fast beobachten kann. Es waren für wenige Tage kleine “Würmer”, die wenn überhaupt kriechen konnten und in den ersten Momenten doch 15 ml Milch getrunken haben.
Es wurden dann kleine Wesen, die etwas an Robben erinnerten. Die nichts gehört oder gesehen haben, aber sich immerhin auf den Rücken drehen konnten. Und bald gemerkt haben, wo man sie anfasst. Und langsam auch wussten, in welcher Ecke es eher die Milch gibt. Und auch wussten, wenn man sie unterm Bauch anfasst, gibt es bestimmt gleich eine Flasche. Und schon hatte sich die Menge die sie mal eben getrunken haben vervielfacht.
Es folgte in den nächsten Tagen der völlige Wandel des Kopfes. Das süße Polsterchen auf der Nase war der Anfang. Hat was, jeder fasst die Stelle an. Dann kam ein Auge, dann zwei. Und nun eine Reaktion, wenn sie etwas hören. Über Nacht wurden sie lang und länger. Längst ist kein Rand mehr hoch genug, denn wir haben drei Kletterkrabben hier. Und heute morgen hat man sogar so etwas wie ein bell Geräusch gehört! Nebenbei beginnt man zu spielen. Man knabbert Mama’s Nase an, die Rute versucht man gleich zu fangen. Und an Finger von Menschen nuckelt man nicht mehr, da will man darauf kauen. Sie “fallen” auch nicht mehr auf den Rücken um so zu bleiben, sie können selbst entscheiden, ob sie das genau jetzt wollen. Und wie man sich mit einem Strecken dreht, das können die je schon länger einschätzen. Es sind schon miniatur Hunde geworden, erkennbar. Sie schaffen es sogar zu stehen, auf allen Vieren, gerade. Der Postboote nannte den ersten noch Maulwurf. Gestern war es schon ein Minihund. Super zu beobachten, sie träumen! Und wedeln, laufen, bellen dabei. Auch Jessy ist nicht mehr vor ihnen sicher. Man begutachtet ihrer Ohren und schaut sie verwundert an. Was nun leider vorbei ist, man kann daneben sprechen – Aber sie schlafen nicht nur. Alsbald steht da meist eine kleine Calla die konzentriert versucht zu verstehen, was das für ein Geräusch ist.
Sicher gibt es Menschen, die unsere Mäuse gerne jetzt besuchen würden. Bedenken Sie bitte dass sie nicht die Abwehr haben, die Welpen haben sollten, die Muttermilch trinken. Wir möchten daher fremde Besucher bitte die ersten Impfungen abzuwarten. Es ist ja bald so weit. Klar, sie verändern sich jede Minute. Nur nicht zu ihrem Nachteil.
Sie gehen recht lustig “aufrecht”. Und schaffen sogar ettliche Centimeter. Hat was, denn mit jedem neuen Versuch wird alles viel genauer, viel schöner, viel selbstbewußter. Man macht ja auch ein Bächlein ohne dass Mama hilft. Auch so eine Änderung…
Maus ist nach wie vor Maus. Sie sucht ein Zuhause in dem ein Gourmethund willkommen ist. Wenn wir beide uns richtig verstehen, ist das eine Vorgabe. Maus hätte auch gern einen Hundefreund. Und bitte genug Nähe. Es ist auch ein Sofahund, wer sich für sie interessiert, sollte das bedenken. Bei Maus ist das einfach eine Bedingung, sie sollte aufs Sofa dürfen.
Ein wenig mit viel Wehmut muss ich in die Zukunft schauen. Ich habe etwas völlig Neues angefangen Und weiß schon jetzt dass meine freie Zeit ab September kaum noch vorhanden ist. Ich hoffe sehr, Maus findet vorher ein Zuhause! Sie bleibt ja alleine mit den anderen, aber ich möchte mir eine Wartezeit für sie aktuell nicht einmal vorstellen. Eigentlich wollen doch viele Menschen nette, freundliche, eben liebe Doggen. Wer dabei Maus nicht sieht, dem kann nicht geholfen werden! Welpen sind faszinierend, aber die Maus ist eine echte Persönlichkeit.
Fremde Helfer
Steffi dachte sich auf dem Weg aus der Arbeit, doch einfach hier vorbei zu fahren. Und mußte dann auch gleich mitarbeiten, denn die Babys wollen ihre Essen eben wenn sie es wollen. Sie hat ihre Arbeit gut gemacht, jeder hat eine ganze Flasche getrunken. Bald wird es Milchnäpfe geben wenn es so weitergeht, die Flaschen sind langsam zu klein. Sie sind eben nicht für Doggen gedacht.
Maus lag seelenruhig da und schaute ihr zu. Ich sag es ja, die Welpen sind toll, aber Maus ist ein Traum.
Was man nicht sehen kann, am Bauch von Maus sitzt meine Hündin Jessy. Maus stört sich nicht daran, die gehört ja dazu. Später wäre sie gerne mit Steffi mitgefahren. Maus ist eben sehr gern bei ihren Menschen, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht allein sein kann. Sie ist eben auch gern im Auto, eigentlich will sie immer irgendwo einsteigen. Vielleicht hat ja Steffi lust die Mäusebande zu einem ihrer ersten Ausflüge mit Auto zu begleiten?
Dass Maus so cool war heute liegt sicher auch an Steffi, denn selbst der Schuhbeisser ist bei ihr doch ein Schmuselahm. Wer mit Caja klar kommt, den mögen doch alle Hunde. Steffi, hat Caja die Duftmarken der kleinen Anemone erkannt? Natürlich gab es ja eine Portion Pippi auf die Hände. Tja, mit solch dicken Bäuchlein, kann es kaum anders sein.
Übrigens hat die Wurmkur gestern null Reaktionen gegeben. Da war nichts. Nächste Mal gibt es ein anderes Produkt. Es hat ihnen einfach gar nicht gefallen.


