Pepe
18. August 2010 – 20:01 | Keine Kommentare

Hübscher, agiler, freundlich verspielter, gut einjähriger Labrador Rüde sucht ein neues Zuhause. Pepe ist schon kastriert und würde sich freuen bald ein neues Zuhause zu finden.

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Nicht standardgemäß gefleckt

Geschrieben von Ada auf 27. Juli 2010 – 15:562 Kommentare
Nicht standardgemäß gefleckt

Heute hatte mir jemand einen Hinweis gegeben, auf eine Anzeige die sich online überall finden lässt. Eine so zu sagen Grautiger Hündin wie Maus wurde von einem gefleckte Rüden gedeckt. Soweit kennen wir alles schon.
Bei den Welpen sind mehrere weiße dabei, die schon bekannt taub sind. Dennoch besteht das Interesse der Halter, einen solchen Wurf zu wiederholen.

Versuchen wir doch gerade wegen Maus und Hanni, über ein unschönes Thema zu sprechen. Der Umgang mit dem, was wir heute Grautiger nennen, ist einer, der eben aktuell immer noch falsch stattfindet. Meiner Meinung nach ist schon der Name “Grautiger” ein völlig falscher Begriff. Fakt bleibt, eine Dogge die statt einer weißer Grundfarbe eben eine graue hat, ist doch nicht anders als eine normal schwarz weiß gefleckte Dogge. Mir persönlich wäre deswegen schon lange lieber wenn statt Grautiger der lange Begriff “nicht standartgemäß gefleckt” verwendet werden würde.

Grautiger klingt ein wenig wie eine eigene Farbe, gar eine, die mit den gefleckten Doggen fast keine Verbindung mehr hat. Umgangssprachlich nennt man gestromte Doggen noch Tigerdoggen, aber eher nur sehr selten gefleckte Doggen. Offenbar gibt es auch in der Tat Menschen, die eine Grautiger Dogge als eine Farbe sehen wollen. Aber es ist keine andere Farbe! Ob weiß mit schwarzen und oder grauen Flecken oder grau mit schwarzen und oder weißen Flecken, bezogen auf die Vererbung und die Farbhintergründe ist es so zu sagen ein gleichwohl “gleich” gefleckter Hund. Und sollte auch immer so verpart werden, dass sich kein Welpe ergibt, der eindeutig eine Qualzucht darstellt.
Würden wir von Anfang an bei Grautigern von nicht dem Standart entsprechenden Doggen sprechen, wüsste ja doch jeder, dass diese Dogge doch nur eine gefleckte Dogge ist. Aber eben eine, die als solches nicht gesondert gezüchtet wird. Vielleicht würde auch mancher darüber nachdenken, was denn hier bei der Farbe anders ist. Na ja, eigentlich auch nichts. Denn eine graue Dogge ist nicht gesünder oder kränker als eine gefleckte Dogge! Sie hat einfach eine graue Fellfarbe!

Aber man merke sich ein für alle Mal den Hintergrund. Grautiger werden nicht mit Grautigern verpaart und auch nicht mit gefleckten Doggen. Denn es verhalten sich beide Farben gleich. Taube Doggen sind in Würfen aus gefleckt  x grau nicht selten, eher die Regel. Ganz wie es einst bei gefleckt x gefleckt gewesen ist. Genau genommen ist das Thema ein viel komplizierteres, sicher wird jemand anmerken, es muss nicht zwingend so sein. Lassen wir diese Diskussion, denn in der Mehrzahl der Fälle ist es leider völlig gleich. Sicher, es wäre heute möglich Tiere so genetisch zu prüfen, dass es möglich wird, einen Merleträger  zu kennen. Aber mir ist in der ganzen Zeit leider kein Doggenhalter bekannt, der seinen Grautiger so je getestet hätte.
Beachtet man aber aktuell die ganzen Anzeigenblätter findet sich ein dutzend solcher Würfe! Und da kann man nicht mehr Still sein und nichts sagen. Eigentlich ist die Sache sehr einfach, weil jede Verpaarung die kranke oder behinderte Welpen erzeugt, doch auch verboten ist. Ja, es gibt eine Qualzuchtverordnung in Deutschland! Tierschutzgesetzt § 11b, Zitat:

“§ 11b
(1) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht, den bio- oder gentechnisch veränderten Tieren selbst oder deren Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.
(2) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei den Nachkommen
a) mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten oder
b) jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt oder
c) deren Haltung nur unter Bedingungen möglich ist, die bei ihnen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führen.
(3) Die zuständige Behörde kann das Unfruchtbarmachen von Wirbeltieren anordnen, wenn damit gerechnet werden muss, dass deren Nachkommen Störungen oder Veränderungen im Sinne des Absatzes 1 oder 2 zeigen.
(4) Die Absätze 1, 2 und 3 gelten nicht für durch Züchtung oder bio- oder gentechnische Maßnahmen veränderte Wirbeltiere, die für wissenschaftliche Zwecke notwendig sind.
(5) Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates
1. die erblich bedingten Veränderungen und Verhaltensstörungen nach den Absätzen 1 und 2 näher zu bestimmen,
2. das Züchten mit Wirbeltieren bestimmter Arten, Rassen und Linien zu verbieten oder zu beschränken, wenn dieses Züchten zu Verstößen gegen die Absätze 1 und 2 führen kann.”

Quelle: http://bundesrecht.juris.de/tierschg

Wie sollte man jetzt wirklich damit umgehen? Im Fall von Maus kann man schlecht die kranke Besitzerin belangen, denn sie ist krank und somit einfach nicht zu belangen. Maus ist kastriert, damit ist sie auf jeden Fall so zu sagen sicher. Zudem ist in der Tat nicht zu erwarten dass die drei Welpen, die leben, taub sind. Die anderen haben leider nicht gelebt, es wird so fast undenkbar einen kranken Menschen darauf aufmerksam zu machen, was hier wirklich passiert ist. Es wird ohnehin wohl eher ein Unfall gewesen sein, dieser Wurf. Ein kranker Mensch ist eben nicht mehr Herr aller seiner Sinne.

Bei anderen Personen die gar bewusst solche Welpen produzieren, sollten sich wirklich alle Interessenten dreimal gründlich überlegen, was sie mit dem Kauf in einem solchen Bestand finanzieren. Definitiv eine Qualzucht! Und jetzt bitte nicht sagen, eigentlich wollten Sie doch nur einen Welpen retten. Nein, das ist keine Rettung, das ist einfach das vorfinanzieren neuer leidgeplagter Tiere!

Ein solcher Fall geisterte schon lange bevor die Welpen da waren, durch ettliche Communitys. Ganz ohne Skrupel suchte der Halter einer Doggenhündin irgend einen Rüden, der seine Hündin decken sollte. Was daraus geworden ist, zeigt einmal mehr, wie wenig die Halter mancher Hunde über ihre Hunde wissen. Grautiger & gefleckt wurde verpaart: Auf den Fotos der Inserate sind mindestens vier weiße Doggen zu sehen. Die für über 600 Euro angeboten werden. Also die weißen, die anderen sind teurer. Über Infos ist bekannt dass mindestens einer schon wieder zurück ging. Man hat also Käufer gefunden, die nur nicht geahnt haben, dass der Hund taub ist. Es mag vermessen klingen, aber in Relation zu einem Hund aus einer ordentlichen VDH Zucht ist das eindeutig zu teuer. Denn etliche nicht dem Standard entsprechende Doggen, die nicht taub sind, gibt es schon mit Ahnentafel für nur wenig mehr.

In der Tat hat man mit weißen Doggen so seine Diskussionen. Selbst manche Tierärzte können eine Plattendogge nicht von einer weißen unterscheiden, erst recht schlimm wird es bei weiß gefleckten die nur am Kopf Flecken haben. Weiße taube Doggen sind ein Thema für sich, wie man sich irren kann, ist nur zu gut bekannt. Mein Appell lautet daher recht schlicht: Gefleckt wird nicht mit gefleckt gedeckt! Und es ist dabei total egal, welche Grundfarbe die Flecken haben! Der Doggenhalter und Interessierte sollte schon wissen, wie die Doggen denn farblich gezüchtet werden. Zur Erinnerung, schon bei der Nigeria Connection Falle gab es Fotos von geströmten und gelben Doggen, aber angeboten wurden gefleckte Doggenwelpen. Gibt es nicht, gibt es eben nicht!
Nun, es wird Zeit eine kleine Doggenfarben-Kunde einzurichten auf dieser Homepage. Denn Doggen haben nicht einmal zufällig Flecken! Es gibt so etwas wie Gesetzmäßigkeiten bei der Fleckenverteilung. Die sich schlecht in Worte fassen lässt, aber ich verspreche demnächst ordentliches Bildmaterial.
Darauf zu warten, dass sich andere ändern, ist leider nicht genug. Ich für meinen Teil verwende ab sofort genau diese Bezeichnung für Doggen, die ihr Fellkleid grau mit schwarzen Flecken haben. Es ist eine gefleckte Dogge, die dem Standard nicht entspricht. Es klingt ein klein wenig negativ, leider. Denn eine Dogge die auf grauer Grundfarbe Flecken trägt, ist genau so gut wie eine die auf weißer Grundfarbe eben Flecken hat.

Wir hoffen der Doggenclub beachtet endlich dieses Problem etwas genauer. Es gibt schon so lange Ambitionen, dass es schon nicht mehr verständlich ist, warum sich immer noch nichts verändert hat. Es ist doch wie immer, alle, die nichts tun, sind auch Schuld an der Problematik. Vielleicht müssten die ganzen tauben Doggen doch mal bei Entscheidungsträgern leben! Es ist einfach undenkbar dass im Jahr 2010 immer noch diese falsche Farbpolitik geführt wird.

An Züchter richtet sich auch ein Appell. Lassen sie nicht dem Standard entsprechende Doggen leben! Und verkaufen Sie bitte das, was man Grautiger nennt, zu gleichen Konditionen wie alle anderen normal gesunden Hunde. Durch eine vergünstigte Abgabe begünstigen Sie eindeutig das Leid mancher Gebährmaschine bei Vermehrern. Jeder Welpe macht doch den gleichen Aufwand in der Haltung, danach sollten Sie urteilen, nicht nach Farben. So wie die Mutterhündin alle Welpen gleich behandelt, sollten wir Menschen doch jeden genau so sehen!

Und nun zurück zu den Mäusekindern – Mit ein paar Impressionen von heute:

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Anemone, der kleinen nicht standardgemäß gefleckten Welpin geht es gut. Sie hat heute leichte Verdauungsprobleme. An Mama’s Lefzen Nassfutter fressen ist eben nicht ok in diesem Alter. Aber keine Panik, sie ist wohlauf. Es ist ein kleiner Nimmersatt, diesen Hund kann ich nicht anderes nennen.
Mama Maus lässt gerade den Kopf hängen, vom Sofa abwärts. Die Mittagsrunde muss erst aus den Pfoten geschlafen wird. Gleich geht es zum Doktor, das weiss sie zum Glück noch gar nicht.
Immer noch schaut sich nur Calla die Welt an.

Die Fäden von Maus sind weg, gut sieht es aus. Die Wurmkur hat heute angefangen. Und sie mochten sie gar nicht!

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2 Kommentare »

  • Gaby sagt:

    Ach Schatzi!
    Über dieses Thema ist schon so viel gesagt worden. Und auch der Spinner mit den weißen Babies ist von allen Seiten gewarnt worden, das sein zu lassen! Jetzt hat er mehrere Anzeigen am Hals wegen Qualzucht. Mal sehen, was passiert…
    Aber ich glaube, zumindest ansatzweise passiert da was im DDC – man hat jedenfalls schon mal eine Studie rausgebracht. Abwarten…

    • Ada sagt:

      Also, seit ich dich kenne, hat sich diese Diskussion doch immer gleich gedreht und gewendet. Nur weiter geht es nicht.
      Es sind jetzt acht Jahre Gaby!
      Ich glaube kaum, dass sich da noch etwas tut. Nicht mehr in diesem Leben. Das, was man selbst tut, mehr nicht.

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