Krümel
An den ersten Anblick kann ich mich noch erinnern als wäre es erst heute gewesen! Ein schwarzer Doggenrüde sollte uns besuchen, ein schwarzes “etwas” stieg aus dem alten Auto aus.
Die Augen kaum zu sehen, der Körper voller Narben die allesamt entzündet waren. Der Grund der Abgabe hatte es schon angekündigt, den Zustand des Hundes konnte man sich da aber noch lange nicht vorstellen.
Krümel lebte einst zusammen mit einem anderen Rüden, es war öfters zu Rangeleien gekommen, sagte man uns seinerzeit. Zum Glück hatten wir gerade die Möglichkeit ihn selbst unterzubringen. In seinem Reisegepäck waren noch Unmengen von schwarzer Zugsalbe. Die hat nicht so sehr geholfen, aber beim Tierarzt folgten dann die passenden Medikamente.
Seine Vermittlung war / ist immer wieder eine nette Erinnerung. Wir hatten schon in den Vorgesprächen über vier Rüden gesprochen, die gleichzeitig ein Zuhause gesucht haben. Zwei der Rüden konnten schon vorher umziehen, so wollte Roland sich zwischen Stan und Krümel entscheiden. Aber sehr, sehr nett meinte er bei uns, er wollte doch bitte Krümel zuerst sehen. Stan als Welpe, werde ja sicher “jedem” gefallen. Krümel mochte Roland, Roland mochte Krümel. Und es blieb dabei…
Krümel wurde gerade neun Jahre alt. Aber ein “normaler” Wohnungsumzug hat ihn doch sehr durcheinander gebracht. Er hatte eine Magendrehung. Die Operation hat er erstmals geschafft, jetzt heisst es bitte viele Daumen drücken, dass er sich davon noch einmal gut erholt.
Seine “Beulen” zeit wollte er wohl fast wiederholen, nach der OP folgte auch umgehend eine Reaktion auf eine der Spritzen.
Aber lesen wir besser selbst, was Roland uns berichtet.
Hallo.
Vorab, den momentanen Umständen entsprechend gut. Eigentlich muß er jetzt sogar dreimal Geburtstag feiern. Nachdem der ja mittlerweile 9 Lenze zählende Zwerg ersteinmal die Narkose und die Operation der Magendrehung überstanden hatte (war sehr schlimm – laut Tierklinik und super Ärzteteam kaum 10% Überlebenschance) bekam er ein paar Tage später ein Spritzenabzess von Menschenkopfgröße auf der rechten Rippenseite. Nachdem er auch diese OP (Literweise Eiter) innerhalb von 5 Tagen nach der Magendrehungs-OP überstanden hatte, wurde er von den wirklich sehr sehr netten und supi Ärzte und Pflegeteam schon fast als medizinisches Wunder dargestellt. Damit aber nicht genug. Als wenn es ihm in der Klinik gefällt, bekam er 1 Woche später auf der anderen Rippenseite eine weitere riesen Beule. Wir wieder in die Klinik, wo allerdings “nur” ein riesen Bluterguß diagnostiziert wurde. Den hatte er sich trotz 10 Zentimeter dicker Schaumstoffmatratze selbst zugezogen, da er sehr abgemagert war nach der OP. Äußerlich ist heute nur noch eine kleine Beule vom Bluterguß zu sehen. Allerdings hat er physisch seit der Magendrehung enorm abgebaut, was aber wohl leider normal ist. Nach meinen Infos kann es bis zu 1 – 1,5 Jahre dauern bis alles regeneriert ist. Hoffen wir das er das mit 9 Jahren noch erleben darf. Verdient hat es der KLEINE. Das war nach dem Tod meines Vaters das schlimmste Erlebnis in meinen 41 Jahren. Seinen Liebsten sterben zu sehen ist eine Sache, aber zweimal innerhalb von 5 Tagen zum OP Tisch begleiten um sich vorher schon von ihm zu verabschieden war auch für mich fast zu viel. Was als zusätzlicher Faktor noch hinzu kommt, daß er momentan gar nicht weiß wo er hingehört. Weil wir Schimmel in der Wohnung hatten (zieht sich seit über 1 Jahr mit Anwalt – nix passiert) sind wir am 15.05. umgezogen. Was allerdings schon vor den OP´s feststand. Somit kommen 2 OP´s, 1 Bluterguß und der Umzugsstreß zusammen. Was das für ihn für eine Belastung ist brauch ich denke ich nicht weiter erläutern. Momentan freuen wir uns auf jeden Tag den wir noch miteinander verbringen dürfen und das werden hoffentlich noch viele.
Nochmals herzlichen Dank für die Entscheidung 2002 und nette Grüße auch von seiner Oma (mittlerweile auch 76)




Hallo Roland,
alles Gute für den alten Mann, ich hoffe, er kommt wieder auf die Beine! Wir drücken die Daumen und Pfoten für ihn.
LG Gaby + Dorothea
Hallo.
Lieben Dank für die netten Worte. Stand heute (27.07.10) geht es Krümel wieder besser, nachdem er während der Hitze Anfang Juli auch noch heftigen Durchfall bekommen hat. Wie gesagt momentan geht´s unserem Opa den Umständen entsprechend gut. Nette Grüße auch noch einmal an das SOSDoggen Team und an alle Menschen für die ein Tier nicht nur eine “Sache” wie vorm Gesetz ist.
LG Krümel, Oma und Roland
PS: Neuere Fotos folgen
Hallo Roland,
na, das sind doch tolle Neuigkeiten!
Meiner Omi (10 3/4 J.) geht’s mittlerweile auch wieder gut. Nachdem sie im Mai Probleme mit der Halswirbelsäule hatte (sie konnte den Kopf nicht mehr heben), bekam sie dann Ende Juni auch eine Magendrehung – Gott sei Dank nicht so dramatisch wie bei Krümel! Bei ihr konnte noch eine Schlundsonde geschoben und der Magen leergemacht werden. Danach hat er sich von allein wieder zurückgedreht. Aber auch sie hat unter der Hitze ganz fürchterlich gelitten, wollte nicht fressen etc. Aber so langsam geht’s wieder aufwärts – sie hat sogar schon wieder 3 kg zugenommen (Dosenfutter sei Dank).
Wir wünschen dir und Krümel auch weiterhin alles Gute!!!
LG Gaby und Dorothea
Oh… lustige Anmerkung am Rande: Dieser Kommentar ist der 500-ste Kommentar ;-)
Womit dann Krümel und Doro sicher 15 werden sollten, muss ja noch eine 5 dazu!
Hallo.
Wir wollten uns nur mal kurz wieder in Erinnerung rufen und ein frohes Fest und guten Rutsch wünschen. Krümel geht jetzt mittlerweile mit ganz großen Schritten auf das Methusalemalter von 11 zu. Ihm geht es an sich momentan sehr gut, für 10 3/4 Doggenjahre. Er geniesst wirklich jeden Tag und schläft und schläft und schläft. Aber das hat sich der Kleine wirklich verdient.
Danke
Roland
Lieber Roland, lieber Krümel!
Ich freue mich ganz besonders über Eure Nachricht. Genießt die Festtage und habt ein gutes 2012 mit viel Zeit füreinander. Danke für Eure Post, Claudia.